
TV meets web. Web meets TV.
Mit diesem Slogan enthüllte der kalifornische Internetgigant Google letzte Woche sein neustes Projekt . So hoch die Ziele auch gesteckt wurden, so simpel sind sie: Eine Symbiose von Fernsehen und Internet. Google will mit diesem neuen Produkt den klassischen TV-Zuschauer ansprechen und von den Zwängen des starr vor sich hinlaufenden Programms befreit werden soll. In Zukunft soll sich also nicht mehr der Zuschauer nach dem Fernsehprogramm richten, sondern das Fernsehprogramm nach den Interessen des Zuschauers. Und dies möchte Google mithilfe einer benutzergesteuerten Verbindung mit dem Internet erreichen.
Das heißt im Klartext folgendes: Über die Google-eigene Software, d.h. dem Android Betriebssystem und speziell dem Chrome-Browser, kann, wie bei der Google-Web-Suche, nach Filmen, Serien, Dokumentationen oder anderen Fernsehformaten gesucht werden. Die Ausstrahlung kann dann nach Belieben zeitlich angeordnet werden. Während nun der Google TV-Nutzer sein ausgesuchtes Programm genießt, kann dieser in vollem Umfang auf das Internet zugreifen. Läuft im TV ein Quiz, können parallel Informationsportale wie Wikipedia geöffnet werden.
Doch wie üblich, reicht nicht allein die Software, um ein Multifunktionsgerät zum Laufen zu bringen. Google TV wird in verschiedenen Varianten den Markt betreten. So wird es einerseits eine Set-Top-Box (von Logitech) geben, was einen externen Anschluss an bereits vorhandene Fernsehgeräte ermöglicht. Andererseits sollen auch Stand-Alone-Modelle (von Sony) angeboten werden, welche bereits über die Google TV Zugangshardware verfügen. Mittels interner Festplatten soll darüber hinaus das Aufzeichnen von Sendungen möglich sein.
Deutschland-Pläne für Google TV sind noch nicht bekannt – zunächst konzentriert sich der Konzern auf den amerikanischen Markt.
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