Mit dem Internet lässt sich vieles anstellen, u.a. auch Telefonkosten sparen. “VoIP” (für “Voice over IP”) heißt das Zauberwort und viele Internetnutzer greifen mittlerweile zum Telefonieren über das Netz. Nicht zuletzt wegen der neuen “FaceTime”-Funktion des kommenden iPhone 4 ist sicherlich die Videotelefonie stark im Kommen. Hierbei telefoniert man nicht einfach nur mit seinem Gegenüber, man sieht ihn auch gleich auf dem eigenen Monitor. Und dafür werden lediglich eine Webcam, ein Mikrofon und die entsprechende Software benötigt. Eine solche Software, die den PC zum Internet-Telefon macht, heißt “Softphone”.
Aber Vorsicht! In den meisten Fällen ist der Video Call nur dann kostenlos, wenn alle Gesprächspartner die gleiche Software installiert haben (proprietäre Systeme). Und das wirft auch gleich die Frage nach der wohl verbreitetsten Telefon-Software überhaupt aus. Und die Antwort wäre dann auch: Skype. Etwa 560 Millionen Menschen weltweit sollen Skype mittlerweile nutzen – die Chancen stehen also gut, dass irgendjemand aus dem Bekanntenkreis über Skype verfügt. Video-Telefonate zwischen Skype-Nutzern sind kostenlos; einfach das Programm herunterladen, ein Konto eröffnen und drauflos telefonieren.
Doch das Unternehmen aus Luxemburg hat auch für Kunden etwas parat, die weniger versiert im Umgang mit dem heimischen Computer sind: ein Touchscreen-Bildtelefon, mit welchem ins Skype-Netz telefoniert werden kann – ohne an einem Computer angeschlossen zu sein. Es reicht, das Telefon direkt am Modem anzuschliessen. Und auch hier gilt, dass der Video Call zu anderen Skype-Konten völlig kostenlos ist. Dahingegen ist das Videophone keineswegs kostenlos. Satte 283,89€ müssen Sie schon dafür hinblättern, soweit es direkt auf der Webseite von Skype geordert wird.
Aber auch der Internetgigant Google bietet eine Variante der Videotelefonie an. Google Mail Konten können neuerdings mit einem Voice- und Video-Chat Plug-In aufgerüstet werden. Sobald dieses installiert ist, erscheint neben dem Online Status der Kontakte ein Kamerasymbol, wenn auch diese das Plug-In installiert haben. Nun können Sie über den Drop-Down-Button “Video und mehr” unter den Kontakten einen kostenlosen Video-Chat starten. Und sollte die Erweiterung noch nicht installiert sein, können Kontakte auf dem gleichen Weg dazu eingeladen werden.
Weniger bekannt dürfte der Messenger Goober sein, der allerdings mit interessanten Bonusfunktionen aufwarten kann. Einerseits ist die Kontaktliste vielseitig einsetzbar. Diese kann nicht nur nach Namen, Telefonnummern und Email-Adressen durchsucht werden, auch können Internetradios, Fernsehprogramme und ein RSS-Ticker für die neusten Nachrichten eingebunden werden. Besonders toll ist auch die Option den eigenen Facebook- und Twitter-Account einzubinden. Falls Sie jetzt noch über die entsprechende Hardware verfügen, können Sie andererseits Ihre kostenlosen Goober-to-Goober-Videotelefonate in HD-Qualität führen.




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