Die Musiktauschbörsen waren erst der Anfang: Das Netz hat die Art wie wir mit Inhalten und Wissen umgehen revolutioniert. Oder besser gesagt: Die Revolution ist im vollen Gange. Doch was bedeuten diese Veränderungen für unsere digitalen Arbeitswelt? Darüber spricht heute Mittag die Internet-Enquete-Kommission des Bundestages und hat sich hierzu zahlreiche Experten eingeladen. Darunter der Publizist und Mathematiker Gunter Dueck, der als Querdenker gilt. In seiner Stellungnahme macht er Vorschläge, die zunächst unerfüllbar klingen.
Ich würde auch vorschlagen, die „Grundstoffe des Wissens“ für alle frei zur Verfügung zu stellen. (…) Das alles wird in einer Art Wikipedia freigegeben. (…) Alles, was viele gebrauchen können, kommt frei ins Netz. Das würde die Wirtschaft ankurbeln, so wie das freie Benutzen der Autobahnen den Tourismus begünstigt hat. Nötige Transformationsprozesse würden erstens schneller und zweitens einheitlicher vonstattengehen, wenn alle die gleichen Werkzeuge hätten.
Die Autobahn der digitalen Welt wären laut Dueck Theaterstücke, klassische Musik oder gar ärztliche Befunde. Denke ich das durch, ist ein gewisser Reiz erkennbar. Realistisch? Wohl kaum! Vielleicht will Dueck auffordern —zumindest fasse ich das so auf– im ersten Schritt das Thema Urheberrecht anzupacken. Damit ist er nicht allein. Die Grünen wollen sich jetzt dafür einsetzen, dass das Urheberrecht mit dem Tod endet. Womit wir irgendwie auch wieder bei den Musiktauschbörsen wären.
(via iRights.info)




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