Heute stirbt Napster! Aus dem einstigen Rebellen der Musikindustrie wurde die letzten Jahre ein braver Musik-Abo-Dienst der jetzt von seinem Konkurrenten geschluckt wird: Rhapsody heißt dieser Konkurrent, der gleichzeitig die Zukunft von Napster ist. 1998 ging es für Napster los und das Netzwerk wurde zu der Musiktauschbörse einer ganzen Generation. Der Peer-to-Peer-Ansatz ermöglichte den Zugriff auf eine unendlich große Musikauswahl. Dann kamen gerichtliche Auseinandersetzungen mit der Plattenindustrie, diverse Käufe und Verkäufe und morgen beginnt die Marke zu verschwinden: Napster geht in Rhapsody auf. In Deutschland wird die Marke wohl noch weitergeführt, da es Rhapsody hier noch nicht gibt. Napster gab es, um die Musikindustrie zum Handeln zu zwingen und um die ganze Branche fit für das digitale Zeitalter zu machen. Das Verschwinden von Napster bedeutet aber nicht, dass die Musikindustrie angekommen ist. Zwar zweifelt niemand mehr daran, dass sich auch digitale Musik verkaufe lässt, es tauchen aber neue Fragen am Horizont auf: Will die neue heranwachsende Generation überhaupt Musik auf der Festplatte besitzen, oder fordert sie Streamingdienste, die sich unendlich in der Cloud bedienen? Liefern die Plattenfirmen die passenden Konzepte? Brauchen wir Plattenfirmen überhaupt noch, denn Aufkommende Plattformen wie Google Music vermitteln direkt zwischen Künstlern und Kunden? Es gibt noch viel zu klären. Bis dahin wird Napster längst vergessen sein.




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