Aus OpenOffice wird jetzt LibreOffice. Die von vielen gerne genutzte kostenlose Open-Source-Alternative zu Microsoft Office bekommt somit einen neuen Namen. Das ist aber nur die halbe Geschichte. Künftig wird es zwei Versionen geben. Hinter den Kulissen rumort es ordentlich, denn es hat eine Spaltung gegeben.
Viele Gründer sind von dem Projekt abgesprungen und entwickeln nun, auf Basis der neusten Version, das Programm LibreOffice. Eine erste Beta-Version ist schon zum Download bereitgestellt.
Der Grund für diesen gewagten Sprung ist die Übernahme des vorherigen Sponsors Sun durch das Unternehmen Oracle. Die Office-Anwendung ist ein Open-Source-Programm, was bedeutet, dass die Textzeilen, mit denen programmiert wird, für alle frei zufänglich sind. Dieser Quellcode kann dann von anderen Programmierern überarbeitet oder nach Wünschen umgewandelt werden.
Durch die Übernahme befürchteten einige Entwickler, dass Oracle zu kommerziell mit dem Programm umgehen würde. Sie wollten das verhindern und beendeten somit die OpenOffice.org Community und gründeten die neue The Document Foundation. Dadurch ernteten sie viel Lob in der Entwickler-Gemeinde. Auch von Google gab es hierzu eine positive Stellungnahme, einsehbar auf der Homepage der Foundation.
Die erste Beta-Version des Programmes unterscheidet sich auf dem ersten Blick noch nicht so sehr von der aktuellen OpenOffice-Version. Die Abspaltung und die Änderungen werden wohl langsam vonstatten gehen und mit der Zeit immer deutlicher werden. Seit der Distanzierung von Oracle hat sich die Zahl der Mitarbeiter zudem von 30 auf 90 erhöht und die derzeit 40 Programmierer arbeiten eifrig an Neuerungen. Bleibt also abzuwarten, was LibreOffice in Zukunft alles können wird und ob es aus dem Schatten von OpenOffice herausspringen kann.







Neue Kommentare