Um es gleich zu sagen: Apple ist bei seiner gestrigen Präsentation kein großer Wurf gelungen. Mein Freund Phil ist Lehrer und berichtet mir regelmässig über die digitalen Fortschritte der Klassenzimmer. Der Durchbruch lässt weiter auf sich warten, die Schulbuchbranche dominiert und eins wird deutlich: Apple will unbedingt in den Schulranzen.
iBooks gibt es jetzt in der Version 2.0. Jetzt kann mit Texten auch gearbeitet werden und Notizen sind möglich. iBooks Authors ist eine neue Software, mit der jeder eigene “interaktive” eBooks schreiben kann, erste Versuche scheiterten aber an den US-Behörden. Von Phil twitterte gestern: “Für uns ‘Ipad Lehrer’ ein kleiner Schritt in die richtige Richtung.”
Beim Thema eBooks setze ich weiterhin auf diese zwei Alternativen: Den Kindle-Store von Amazon und Readmill als kollaborative Lese-App. Was vielle nicht wissen: Das Kindle-System gibt es nicht nur auf dem Kindle-Lesegerät, sondern auch als App für das iPhone, iPad, Android, PC und Mac! Wegen der großen Storeauswahl und der Plattformvielfalt bevorzuge ich Kindle weiterhin.
Readmill ist ein soziales Netzwerk für Leser. Das Start-Up aus Berlin vernetzt euch mit euren Freunden und lässt euch eure Notizen und Anmerkungen sogar für Andere freigeben. Das Leseerlebnis wird ein ganz anderes, wenn beim Lesen eines Buches Markierungen von Freunden erscheinen. Die Gründer haben die Idee zu Readmill gehabt, weil sie von der iBooks-Software so enttäuscht waren. Lesen reichte ihnen nicht. Zwar gibt es jetzt Notizen, aber keine soziale Vernetzung. Apple kann halt kein social. Das ist aber eine Voraussetzung, wenn man in den Schulranzen will.


Da sind selbst die Hersteller überrascht: In den USA boomt der Verkauf von E-Book-Readern. Ein Trend, den auch die deutschen Marktanbieter sicherlich mit Interesse intensiv beobachten werden.

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