“Caffeine” (zu deutsch: Koffein) heißt die neue Technologie, die von nun an hinter der Google Benutzeroberfläche rattert. Das neue Web-Indexierungssystem soll gegenüber seinem Vorgänger um 50% schnellere und aktuellere Ergebnisse liefern. Wesentlich interessanter für den Otto-Normalsucher ist aber, dass Caffeine viel präzisere Ergebnisse auf die jeweilige Anfrage bereits in den ersten Anzeigen der Trefferliste präsentieren soll.

Der Unterschied zur alten Technologie ist im Grunde eine regelmäßigere Aktualisierung des Google Index. Denn wie nicht jeder wissen kann, wird bei einer Googlesuche nicht live das Internet nach Inhalten durchforstet. Tatsächlich werden die Google Datenbanken nach entsprechenden Einträgen durchleuchtet. Der alte Index bestand aus mehreren Speicherebenen, welche verschiedentlich nicht nur täglich, manchmal erst wöchentlich auf neue Webinhalte aktualisiert wurden. Dabei wurde in mehreren Schritten – Informationen sammeln, Ergebnisse verarbeiten, Einspielung in die Datenbank – nacheinander gearbeitet.
Caffeine hingegen setzt auf eine völlig neue Strategie. Sekündlich wird nun das Netz portionsweise analysiert – etwa 100.000 Webseiten pro Sekunde – und aktuelle Einträge in den Index geschrieben. Zurzeit beläuft sich der Umfang der Caffeine-Datenbank auf bereits 100 Millionen Gigabyte. Diese Menge entspreche der Speicherkapazität von 625.000 iPods in der 160GB-Version.
Dieser Schritt ist in den Augen von Google mehr als nötig, denn mittlerweile entwickelt sich die Informationsverarbeitung durch das Internet rasend schnell: Informationsausstausch geschieht bereits in Echtzeit. Mit Caffeine sieht sich Google für die Zukunft gewappnet. Für den einfachen Google-Nutzer aber dürfte sich Caffeine kaum bemerkbar machen, denn Suchergebnisse gibt es nach wie vor mehr als genug.



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