Diese Frage müssen wir beantworten, wenn wir uns in den nächsten Tagen in das soziale Netzwerk von Google+ einloggen. “Find my Face” heißt die neue Funktion, die eine Gesichtserkennung in das System integrieren soll. Gesichtserkennung – das scheint ein Horrorthema für Datenschützer zu sein. Mit Facebook gibt es hierzu aktuell einen Streit. Google liefert aber zum Start einige Versprechen mit: Die Gesichtserkennung läuft nur, wenn die Nutzer im Vorfeld zustimmen; die Technik sei zudem strikt von der Google-Suche getrennt. Und so funktioniert das: Laden Freunde und Bekannte ein Foto von euch bei Google+ hoch, schlägt “Find my Face” vor, euch auf dem Foto zu markieren, sollte euer Gesicht erkannt werden. Ihr bekommt dann eine Nachricht und Betrachter des Fotos können über einen Link auf euer Profil gelangen. Jetzt ist es also an der Zeit, dass wir uns Gedanken machen, ob wir eine automatische Gesichtserkennung wollen — oder auch nicht. Google will zurzeit auf keinen Fall eine App anbieten, mit der wir auf der Straße Leute fotographieren können und dann deren Namen oder Profil angezeigt bekommen – das sei zu “gruselig” .Was mir gefällt: Googles Vorstoß wird nicht direkt abgelehnt: Der zuständige Datenschützer in Deutschland lobt die “Find my Face”-Funktion. Durch die vorherige Zustimmung würde Google die “informationelle Selbstbestimmung” der Menschen achten. Einen kleinen Vorbehalt gibt es aber: Der Datenschützer will erst schauen, ob Google die Gesichtserkennung in der Praxis auch so umsetzt, wie angekündigt.
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Sendung vom 16.05.2011: Eine Reise durchs Netz nach Aserbaidschan, Microsoft kauft Skype und Böse PR im Sillicon Valley
Hier ist unsere aktuelle Ausgabe: Wir begeben uns auf eine virtuelle Reise zum Gewinner des Eurovision Songcontests 2011, Aserbaidschan, befassen uns mit der richtigen Studienfachwahl und berichten vom größten Unternehmenskauf, den Microsoft in diesen Tagen tätigt. Ausserdem besprechen wir, wie sich Facebook blamiert hat.
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MP3, 24:03 min, 22.5 MB
Und hier die Themen und Links der Sendung im Detail:
Klick- und Linktipps zur aktuellen Lage in Japan

Das havarierte japanische Atomkraftwerk Fukushima Daiichi / Fukushima I
Aufgrund des Erdbebens und der drohenden Atomkatastrophe in Japan stellen wir hier die wichtigsten Webseiten und Links vor, auf denen man sich über die aktuelle Lage informieren kann.
Personenfinder
Mit dem „Person Finder“ kann man entweder gezielt nach Informationen über vermisste Personen suchen, oder kann eigene, neue Informationen hinzuzufügen. Entwickelt wurde die Seite ursprünglich von ehrenamtlichen Google-Mitarbeitern im Januar 2010 als Reaktion auf das Erdbeben in Haiti.
Danach kam es wieder zur Verwendung, um Vermisste nach dem Erdbeben in Chile oder der Überschwemmung in Pakistan ausfindig zu machen. Wir finden, die Seite stellt eindrucksvoll dar, wie das Internet und die Mithilfe der Menschen genutzt werden kann, um die Suche nach Personen voranzutreiben.
Satellitenbilder
Die New York Times hat auf ihrer Seite Satellitenbilder der betroffenen japanischen Region online gestellt – vor und nach dem Erdbeben und dem anschließenden Tsunami. Durch das Scrollen und Ziehen eines Balken wird das Bild in „Vorher“ und „Nachher“ geteilt und macht das Ausmaß der Zerstörung und Verwüstung deutlich.
USTREAM
Auf dem Video-Portal „USTREAM“, das speziell Livestreams zur Verfügung stellt, hat der japanische englischsprachige Nachrichtensender NHK World TV einen Stream online gestellt, der rund um die Uhr über die Lage in Japan berichtet. An einer Anzeige über die Anzahl der Videoaufrufe wird mit über 13.000 Zuschauern auch das Interesse der Menschen deutlich. Ein Austausch untereinander kann zeitgleich auch über ein Chatfenster erfolgen.
Die Antenne Düsseldorf Infoseite
Auch auf der Senderwebsite von Antenne Düsseldorf können Sie alle Infos zur Katastrophenlage sowohl in vielen Links wie auch dem Stream zu NHK World TV finden. Ihre Meinung und Gedanken können Sie uns außerdem in einem Gästebuch mitteilen. Des weiteren haben wir für Sie die Beiträge aus unserem Programm zum Thema Japan auf einer eigenen Seite zum Nachhören bereitgestellt.
Museen, Kunst und das Netz? Das passt zusammen!

Werner Lippert, Museumsdirektor und Leiter des “NRW-Forum Kultur und Wirtschaft Düsseldorf” war in der letzten Sendung bei uns zu Gast und hat mit uns über das Thema “Kunst und Museen im Zeitalter des Internets” und über ihre Konvergenz gesprochen. Wir möchten dieses spannende Thema noch einmal vertiefen.
Google hat es mit seinem “Art Projekt” vorgemacht – ein Dienst, der ähnlich dem “Google Street View” digitale Führungen durch die bekanntesten Museen anbietet. So können dem Benutzer auch Zuhause die größten Kunstwerke näher gebracht werden. Doch was heißt das für die Museen? Bleiben die Besucher aus? Wie steht es mit der Wirkung der Kunst – geht diese verloren? Wir haben mit Werner Lippert über die Chancen und Gefahren dieses neuen Trendes gesprochen.
Google “Art Projekt”
Mit dem “Art Projekt” von Google sind nun im Netz digitale Rundgänge durch Museen und Kunstausstellungen möglich. Diese Rundgänge funktionieren wie Google Streetview. Die maßstabsgetreuen Abbildungen von Museen und Kunstwerken und die ausführlichen, detaillierten Ausführungen zu den einzelnen Stücken dient laut Werner Lippert der Dokumentierung und Aufzeichnung von Kunst. Er sieht in dem neuen Programm keine große Konkurrenz zu Museen und Ausstellungen, da das reale Erfahren von ganz anderen Faktoren geprägt ist:
“Meiner Meinung nach [...] ersetzen sie nicht das auratische; dass man vor einem Foto steht, vor einem Bild und sagt ‘Wow, das hat ein einzelner Mensch vor Jahren oder Jahrzehnten fotografiert, gemalt, und das ist das Übriggebliebene eines Menschen, der ein Genie war.”
Die Aufgabe eines Museums besteht laut Lippert darin, diesen Gedanken und den Wert eines Kunstwerks aufrecht zu erhalten, sodass auch die Hochachtung der Menschen vor Kunstwerken immer wieder spürbar wird.
Konvergenz von Kunst und Internet
Das Internet darf nicht als Konkurrenz verstanden werden, sondern muss als Chance gelten, neue Formen von Kunst und Inhalten herstellen und verbreiten zu können.
Ein Projekt des Guggenheim-Museums macht dies deutlich: Per Aufruf wurden Internetnutzer dazu aufgefordert, eigene Youtube-Videos einzuschicken und so selbst Produzenten von Kunst zu werden. So kann ein Künstler auch das Internet nutzen, um sich und seine Werke zu präsentieren wie es zum Beispiel der Berliner Künstler Edward Gordon in seinem Blog tut: Jeden Tag stellt er ein neues seiner Gemälde zum Verkauf aus. Die Kunst im Internet anzubieten und zu verkaufen oder zu versteigern führt so zu einer Veränderung des Vertriebskanals.
Doch die Kunst kommt nicht nur ins Internet. Das Internet kann auch Bestandteil der Kunst werden, wie es bei dem Museum ZKM in Karlsruhe als “Netzkunst” bereits Praxis ist. Hierbei stellt sich allein das Problem der Bereitstellung und die Frage nach der Zugänglichkeit der digitale Kunstwerke:
“Man ist sich im Moment noch nicht einig darüber: wie kann man überhaupt Kunst, die im Netz ist,die interaktiv ist, sich verändert, sammeln und festhalten? Für die Künstler besteht das große Problem, wie man diese Werke verkaufen kann”, so Lippert.
Einbindung und Nutzung von “Social Media”
Eine Zukunft im Netz sehen die Museen auch in ihrer Präsenz in den sogenannten “Social Media”: Lippert und das “NRW-Forum” nutzen Facebook und Co. nicht nur als Werbechance, sondern wollen auch Menschen erreichen, die aus räumlicher Distanz das Museum nicht besuchen können.
Das NRW-Forum kann bei sozialen Netzwerken bereits auf die stolze Zahl von insgesamt an die 23.000 Fans und Freunden blicken. Er erklärt sich das mit der Hingabe an die Pflege solcher Netzwerke. Es dürfe darin keine Bedrohung, sondern vielmehr eine Bereicherung und Erweiterung gesehen werden: “Es hat etwas mit Liebe zu tun. Man muss seine Fans lieben. Wenn ich die hasse, wenn ich das als Arbeit ansehe, dann würden wir auf ganz verlorenem Posten stehen.”
Das Internet als modernes Medium und die Verlegung der Kunst ins Netz sollten also nicht als Bedrohung, sondern als Chance verstanden zu werden, neue Methoden und Wege zu finden, mit Kunst umzugehen. Diese neue Möglichkeit, die Menschen zu erreichen sollte genutzt werden, um sich und die Kunst einer breiten Basis von Menschen präsentieren und auch selber neue Kompetenzen erlernen zu können.
Sendung vom 21.02.: GuttenPlag Wiki, Datenschutz im Internet, Zusammenkunft von Kunst und Internet – Präsentation von Museen im Netz
In der heutigen Sendung stellen wir euch alles zum Thema Datenschutz vor und haben mit Martin Schechtel von der Computerbild gesprochen, wie man am sichersten durchs Internet surfen kann. Doch es geht uns nicht nur um die Sicherheit der Daten im Netz– in Folge der Plagiat-Vorwürfe von Verteidigungsminister zu Guttenberg, haben wir uns die Seite „GuttenPlag Wiki“ angeschaut und mit dem Herausgeber Tim Bartel gesprochen.
In der zweiten Stunde geht es dagegen um ein ganz anderes Thema: die Zusammenkunft von Kunst, Museen und Internet. Google gibt auch hier wieder die Richtung an mit seinem „Art-Projekt“, das eine virtuelle Reise in die Museen dieser Welt und einem so die wertvollsten Kunstwerke zugänglich macht. Der Museumsdirektor Werner Lippert vom NRW-Forum Düsseldorf spricht darüber, wie sich die Museumsszene im Internet präsentiert und welche Chancen und Gefahren diese Projekte bergen.
Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.
MP3, 33:45 min, 32.4 MB
Und hier die Themen und Links der Sendung im Detail:



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