Tim Bendzko hatte im letzten Jahr mit seinem Hit “Nur noch kurz die Welt retten” den Nerv der Zeit getroffen. Übervolle Inboxen führen zu einer Hassliebe zur guten alten E-Mail. Ich selbst habe im letzten Jahr 68,382 E-Mails bekommen. 7 Prozent meiner E-Mails habe ich beantwortet und ich habe eine Antwort auf 46 Prozent meiner verschickten E-Mails erhalten. Mein Chef hat mir 473 E-Mails geschickt. (Weitere tiefe Einsichten in mein Postfach 2011 habe ich in meinem persönlichen Blog notiert.)
Eine gewisse E-Mail-Müdigkeit hält jetzt auch in den großen Unternehmen einzug. Die ständige Erreichbarkeit —danke Blackberry!— macht müde und stresst, klagen nicht nur Angestellte sondern auch Manager. Die Frage ist auch: Bringt es tatsächlich etwas, wenn abends noch schnell vom Sofa aus eine E-Mail beantwortet wird? Reicht nicht erst die Antwort am nächsten Morgen?
Es gibt bereits Abwehrmaßnahmen: Seit letztem Herbst erhalten VW-Mitarbeiter von den Firmenservern 30 Minuten nach Dienstende keine Mails mehr auf ihr Smartphone. Das Technologie-Unternehmen Atos geht noch einen Schritt weiter. Die E-Mail soll komplett aus dem Unternehmen verbannt werden. Die Leitung geht davon aus, dass 90 Prozent der E-Mails seien Zeitverschwendung.
Zugeben: Es werden viele E-Mails geschrieben, die nicht nötig sind. Vorgesetzte werden mit den Verteiler aufgenommen, nur um zu zeigen, dass man sich um das Thema kümmert. Auch als Cover-Your-Ass-Phänomen bezeichnet.
Aber wer nimmt ein Technologie-Unternehmen ernst, welches die Segel streicht, weil es keinen vernünftigen Umgang mit einem Medium der eigenen Branche hinbekommt?!
Der Düsseldorfer Konzern Henkel hatte seine Mitarbeiter über Weihnachten aufgefordert eine E-Mail-Pause einzulegen. Das habe etwas mit Respekt zu tun, so die Konzernleitung.
Respekt ist ein gutes Stichwort. Das wünsche ich mir 2012 für die E-Mail-Welt. Respekt vom Absender, wenn ich eine E-Mail auch erst etwas später beantworte und Respekt von mir, wenn ich nicht gleich ungeduldig werde, wenn nicht prompt eine Antwort erhalte.
Was sagt ihr zum E-Mail-Wahn im Job, an der Uni oder in der Schule? Kommentar schreiben.


Viel haben wir jetzt schon gehört und auch gelesen zu Getting Things Done (GTD), dem Konzept von David Allen, das helfen soll, effizienteres Zeitmanagement zu betreiben. Mit Werkzeugen auf Computer-Basis haben wir uns aber noch nicht beschäftigt. An dieser Stelle also eine kleine Übersicht über die Tools, die bei GTD helfen können – analoge Kalender oder Aufgabenplaner gibt es natürlich auch.
Das Internet bietet fantastische Möglichkeiten – facebook, Twitter, Chats, Wissen, Nachrichten, Mails, Tabellenkalkulation, Information, Textverarbeitung, Präsentationserstellung … Das alles gleichzeitig zu lösen ist sehr schwer. Viele Nutzer wirken überfordert, arbeiten ineffektiv und lassen sich sehr schnell ablenken. Dieses Problem zu lösen, hat sich 


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