
Verloren in Web? Ein Jugendlicher mit World of Warcraft auf der gamescom 2011
Foto: Marc Walter/Antenne Düsseldorf
Spiele sind schon immer ein Zeitvertreib gewesen, der besonders Kinder und Jugendliche anzieht. Heute sind das jedoch natürlich keine Brettspiele mehr, sondern meist Computer- und Videospiele. Schon dabei ist einigen Eltern mulmig, weil sie digitale Medien und ihre Gefahren nur schwer einschätzen können. Doch nun finden immer mehr Spiele auch noch im Internet und nicht mehr offline statt. Die Angst vor Kostenfallen und anderen negativen Einflüssen für die Kinder ist da groß. Doch wie gefährlich sind Online-Aktivitäten für Kinder? Henning Bulka sprach auf der gamescom 2011 mit Martin Müsgens, Referent für die EU-Initiative klicksafe.de bei der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM), selbst Grundschullehrer, und beschäftigt sich mit dem Gebiet Internetsicherheit.
Henning Bulka:
Herr Müsgens, was sind die größten Gefahren, die online lauern?
Martin Müsgens:
Je nachdem, welche Spiele online gespielt werden, sind es unterschiedliche Gefahren, die im Vordergrund stehen. Bei Shooterspielen zum Beispiel, die generell erst ab 16 oder 18 Jahren gespielt werden sollten, sind es die Inhalte, die für Kinder und Jugendliche nicht geeignet sind. Weiterhin können im Bereich „Social Gaming“ in sozialen Netzwerken wie Facebook Kosten anfallen. Man kann sich durch das Bezahlen mit Spielwährungen im Spiel voran bringen oder sich Hilfsmittel erkaufen. Das Problem ist, dass viele Kinder und Jugendliche die Spielwährungen nicht von dem tatsächlichen Preis unterscheiden können. Dazu kommt der zeitliche Aufwand, zum Beispiel bei Rollenspielen wie World of Warcraft. Hier gibt es keine definierte Spielstruktur, so dass es auch kein Ende des Spiels gibt. Man schließt sich mit anderen Spielern zusammen, es entsteht eine soziale Verantwortung, und so kann es schnell passieren, dass man die ein oder andere Stunde zu viel vor dem Rechner verbringt.




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