Google greift an – nicht nur, wie bereits in der Gerüchteküche zu hören, Twitter, sondern nun auch facebook (mittlerweile ja im neuen Design) – und zwar, indem das Mailprogramm zu google Buzz erweitert wird. Das war zumindest gestern Abend bei der Vorstellung, von Produktmanager Todd Jackson in Mountain View zu hören: „Es ist eine komplette neue Welt innterhalb von Google Mail.“
Und tatsächlcih verspricht der Dienst einige praktische Neuerungen – die Infrastruktur auf jeden Fall ist da. Google kann nämlich mit dem Online-Dienst Picasa, aber auch mit dem gekauften Web-Portal youtube zahlreiche Dienste einbinden, die jetzt schon zum Hause gehören. Google will also Teil der Echzeit-Kommunikation werden – Kommentare hinterlassen, Beiträge ergänzen, Fotos hochladen, Videos veröffentlichen oder Links posten; all das sind Möglichkeiten, die dem Nutzer aus facebook bekannt vorkommen. Und in der Tat: google will einen direkten Angriff auf facebook starten und damit das 2004 gestartete Projekt Orkut fortsetzen und zum Erfolg bringen. Bis dato war nämlich nur in Brasilien Orkut ähnlich erfolgreich wie facebook – wenn man SZ-Online trauen darf.
Im Augenblick ist noch nicht klar, wie lange der Aufbau dauern wird – die Präsentation kündigte eine schrittweise Implementierung aller Teile an, sodass eine Umsetzung bestimmt einige Wochen dauern wird. Die Web-Welt steht aber bereits jetzt vor einer großen Diskussion: wird es google tatsächlich gelingen, die komplette Online-Welt umzukrempeln? Ist der Einfluss des Web-Riesen mittlerweile so groß, dass er Schritt für Schritt facebook und twitter ablösen kann? SPIEGEL Online schreibt, das google Buzz das Potenzial habe, “die Web-Szene auf ähnliche Weise umzukrempeln, wie zuletzt Twitter” – ob das tatsächlich so sein wird, bleibt abzuwarten.



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