Zehn Jahre ist es jetzt her, dass Microsoft seine Spielekonsole Xbox auf den Markt gebracht hat. Ab heute liefert Microsoft weltweit an seine Kunden ein Update aus. Mit dem Update erhält die XBOX 360 eine ganz neue Oberfläche. Das Design ist komplett am Kacheldesign aufgezogen, dass wir schon vom Windows Phone kennen, und das auch beim angekündigten Windows 8 benutzt werden soll. Microsoft nennt es Metro-Interface. Versprochen wird mit dem Update zudem “der größte interaktive TV-Dienst der Welt”. Mit meiner Kinect-Steuerung, kann ich mich per Gesten durch meine Multimediainhalte bewegen. Und da gibt es mit dem Update zahlreiche neue Streamangebote. Umfassend zwar nur in den USA, in Deutschland sind immerhin Sky Go, YouTube und die ZDF-Mediathek mit dabei. Hinzu kommt eine bessere Integration von Microsofts Suchmaschine Bing. Die XBOX 360 ist somit immer weniger nur eine Spielekonsole, sondern eine Box für digitale Inhalte. Das ist konsequent. Ich meine, wann habt ihr das letzte Mal mit eurem Smartphone telefoniert?
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Spielplätze im Netz – Wie gefährlich ist das für mein Kind?

Verloren in Web? Ein Jugendlicher mit World of Warcraft auf der gamescom 2011
Foto: Marc Walter/Antenne Düsseldorf
Spiele sind schon immer ein Zeitvertreib gewesen, der besonders Kinder und Jugendliche anzieht. Heute sind das jedoch natürlich keine Brettspiele mehr, sondern meist Computer- und Videospiele. Schon dabei ist einigen Eltern mulmig, weil sie digitale Medien und ihre Gefahren nur schwer einschätzen können. Doch nun finden immer mehr Spiele auch noch im Internet und nicht mehr offline statt. Die Angst vor Kostenfallen und anderen negativen Einflüssen für die Kinder ist da groß. Doch wie gefährlich sind Online-Aktivitäten für Kinder? Henning Bulka sprach auf der gamescom 2011 mit Martin Müsgens, Referent für die EU-Initiative klicksafe.de bei der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM), selbst Grundschullehrer, und beschäftigt sich mit dem Gebiet Internetsicherheit.
Henning Bulka:
Herr Müsgens, was sind die größten Gefahren, die online lauern?
Martin Müsgens:
Je nachdem, welche Spiele online gespielt werden, sind es unterschiedliche Gefahren, die im Vordergrund stehen. Bei Shooterspielen zum Beispiel, die generell erst ab 16 oder 18 Jahren gespielt werden sollten, sind es die Inhalte, die für Kinder und Jugendliche nicht geeignet sind. Weiterhin können im Bereich „Social Gaming“ in sozialen Netzwerken wie Facebook Kosten anfallen. Man kann sich durch das Bezahlen mit Spielwährungen im Spiel voran bringen oder sich Hilfsmittel erkaufen. Das Problem ist, dass viele Kinder und Jugendliche die Spielwährungen nicht von dem tatsächlichen Preis unterscheiden können. Dazu kommt der zeitliche Aufwand, zum Beispiel bei Rollenspielen wie World of Warcraft. Hier gibt es keine definierte Spielstruktur, so dass es auch kein Ende des Spiels gibt. Man schließt sich mit anderen Spielern zusammen, es entsteht eine soziale Verantwortung, und so kann es schnell passieren, dass man die ein oder andere Stunde zu viel vor dem Rechner verbringt.
Spiele im Netz – ein wachsender Markt

Online-Gamer auf der gamescom 2011 | Foto: Marc Walter/Antenne Düsseldorf
Knapp sieben Jahre ist es her, da wurde mit World of Warcraft eines der bis dato erfolgreichsten Online-Spiele veröffentlicht. Seitdem ist der Markt im Aufwärtstrend — und der nimmt stetig zu. Was mit Games, die während dem Spielen mit dem Internet verbunden sind, begann, ist mittlerweile bei den sogenannten Browsergames angekommen – also bei Spielen, die komplett im Browser gespielt werden. Bekanntestes Beispiel ist dabei wohl das Facebook-Spiel Farmville von Zynga, bei dem der Spieler seinen eigenen kleinen Bauernhof im Netz pflegt, sich dabei mit seinen Freunden austauscht und ihnen mit Geschenken oder anderen Unterstützungen weiterhilft. Mittlerweile gibt es Hunderte solcher Spiele, und die Nutzungszahlen gehen in den dreistelligen Millionenbereich.
Auch immer mehr Spiele, die sonst eigentlich eher offline am heimischen PC stattfinden, erscheinen nun als Onlinespiel, so zum Beispiel die recht neuen Spiele The Sims Social (EA), Age of Empires Online (Microsoft) und Die Siedler Online (BlueByte/Ubisoft), welche alle drei auf der diesjährigen gamescom in Köln präsentiert wurden. Dort trafen sich auch mehrere Verantwortliche der Entwicklerfirma Ubisoft zu einem sogenannten Roundtable, um dort über die Zukunft von Online-Spielen zu diskutieren – über die Chancen, aber auch die Herausforderungen, die damit verbunden sind.
Die Siedler Online: Es wuselt im Browser

Screenshot von Die Siedler Online | Quelle: Ubisoft Entertainment
Browserspiele sind der große Trend – also Spiele, die direkt im Internetbrowser ohne zusätzliches Programm gespielt werden, und das meist auch kostenlos. Auch die Düsseldorfer Entwicklerfirma BlueByte, die mittlerweile zu Ubisoft gehört, hat ein eigenes Browserspiel auf den Markt gebracht: „Die Siedler Online“, ein Ableger der populären Spielereihe „Die Siedler“. Henning Bulka sprach auf der gamescom 2011 mit einem der Hauptverantwortlichen für das Spiel, Benedikt Grindel, Head of Live Operation bei BlueByte/Ubisoft.
Henning Bulka:
Herr Grindel, wie wurde das Die Siedler-Prinzip auf Die Siedler Online übertragen?
Benedikt Grindel:
Das war natürlich eine Herausforderung. Eines der Grundprinzipien bei Die Siedler Online ist, dass man es immer und überall spielen kann, und wenn auch nur für 5 Minuten. Beim Siedler-Original hingegen kann ein Spiel locker mal eineinhalb Stunden oder sogar länger dauern. Das musste aufgebrochen werden, es mussten also ganz andere Mechanismen eingebaut werden. Im Onlinespiel wird es, was es beim Original Die Siedler nicht gibt, auch Levels geben, die man erreichen kann. Was vom Original übernommen wurde, ist, dass man Gebäude aufbauen, Ressourcen abbauen oder Armeen ausbilden kann. Das Ziel hat sich bei Die Siedler Online ein klein wenig verändert und angepasst, so dass man auch mal in der Mittagspause oder zwischendurch mal für ein paar Minuten reingucken kann.





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