Es ist das Unternehmen, das uns die ersten Bilder vom Mond gebracht hat und die Handkamera weltweit etablierte. Es ist aber auch das Unternehmen, das in seiner rund 130-jährigen Geschichte den Medienwandel wie kein anderes Unternehmen erlebte; und von Trends und Entwicklungen viel früher erwischt wurde: Kodak hat in den USA jetzt Gläubigerschutz beantragt. Bis 2013 möchte das Unternehmen diese Phase überstehen und sich in dieser Zeit sanieren. Vor rund fünf Jahren hat Kodak zuletzt Gewinne eingefahren. Der Wert des Unternehmens ist zudem über die Zeit dahin geschmolzen. Als Kodak 1892 in den USA gegründet wurde, stand es zunächst selbst für eine Revolution: Kodak bot die ersten industriell gefertigten Fotoapparate. Erst die Schwarz-Weiß-, dann die Farbfotographie. Erst die Analog-, dann die Digitalfotographie. Zwischendrin die erste Sofortbildkamera und der große Einfluss auf die gesamt Film- und Fotobranche. Obwohl sich Kodak immer wieder selbst überdacht und neu erfunden hat, hat dies vom heutigen Tag ausgehend nicht gereicht. Was verbindet ihr mit Kodak?
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Behörde empfiehlt: Macht jetzt den Computer-Schnelltest
Ein Computervirus ist im Umlauf und könnte demnächst für Ausfälle und Mißbrauch sorgen. Die Schadsoftware nennt sich DNS-Changer (DNS steht für Domain Name System). Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) rät Internetnutzern zum PC-Schnelltest, sonst könnte die Internetverbindung ab März streiken.
Im November hat das FBI in New York mehr als hundert Server sicher gestellt, die von eine Gruppe Internetkrimineller infiziert wurden. Sie haben die Steuerungscomputer deshalb nicht abschalten können, weil durch das Virus wohl Millionen Computer auf der ganzen Welt schlagartig vom Internet abgeschnitten werden würden. Deshalb betreibt das FBI die Steuerungscomputer bis März weiter.
33.000 Rechner sind nach Informationen des FBI in Deutschland schon infiziert, deshalb rät das BSI zu überprüfen, ob der eigene Rechner auch von der Schadsoftware befallen ist. Das Programm betrifft das sogenannte DNS, das Domain Name System. Dieser Dienst setzt die eingegebenen URLs in IP-Adressen um. Die Kriminellen sollen die Netzwerkkonfiguratuionen von PCs und Macs durch den Eintrag neuer DNS-Server manipuliert haben – und dabei die Schadsoftware DNS-Charger benutzt haben.
Bei einer Infektion mit der Schadsoftware führt eine Eingabe in den Browser nicht zur gewünschten Seite, sondern unbemerkt auf manipulierte Domains. Dort werden beispielsweise Spam oder Viren verbreitet. Außerdem sind so nach Angaben des BSI falsche Werbebanner installiert und weitere Viren nachgeladen worden. Beispielsweise sind User nicht auf die offizielle i-tunes Seite von Apple gelangt, sondern auf die Seite eines anderen Unternehmens, was nichts mit Apple zu tun hat.
Den PC-Schnelltest findet ihr unter der Website www.dns-ok.de. Wichtig ist: Die Seite führt keinen Virenscan durch. Sie überprüft nur, ob der eigene Rechner über einen der ehemals kriminell betriebenen DNS-Server gleitet wird. Falls dies der Fall ist, sieht es so aus (Beispiel hier). Dann stehen euch zusätzlich eine Reihe von Empfehlungen zur Verfügung, mit denen ihr die korrekten Systemeinstellungen wiederherstellen sowie die Schadsoftware vom System entfernen könnt. Ist der Computer nicht infiziert, erhaltet ihr eine grüne Statusmeldung.
Wikipedia: Spendenrekord von 20 Millionen Dollar
Wem ist es nicht aufgefallen?! Seit Mitte November 2011 lächelten uns oben auf der Seite des Online-Lexikons verschiedene Wikipedia-Mitarbeiter und -Freiwillige entgegen; sogar der Gründer Jimmy Wales persönlich. Seit 2003 gibt es diese jährliche Spendenaktion. Denn Wikipedia ist zwar ein kostenloses und komplett werbefreies Online-Nachschlagewerk, muss aber auch ihre Infrastruktur und vor allem die vielen Server, auf denen Wikipedia läuft, bezahlen. Allein im November verzeichnete das Weblexikon rund 474 Millionen Aufrufe.
Ein bisschen froh war ich dann aber doch, als die Gesichter von der Seite verschwanden. Ihre Wirkung haben sie jedoch nicht verfehlt, denn Wikipedia hat über seine Stiftung, der Wikimedia Foundation, einen Spendenrekord von 20 Millionen Dollar eingenommen – 5 Mio. mehr als im letzten Jahr.
Auch der Geschäftsführer Pavel Richter des Vereins Wikimedia Deutschland e.V. ist begeistert! Mehr als 160.000 Menschen haben allein in Deutschland über 3,8 Mio. Euro an Wikimedia gespendet. Zum Vergleich: Im letzten Jahr waren es 2,2 Mio. Euro von 73.000 Spendern. Richter sagt „Diese stetig wachsende Unterstützung zeugt nicht nur von der wachsenden Bedeutung von Wikipedia für den Alltag der Menschen, sondern auch von der des Freien Wissens in unserer Gesellschaft.“
Wikipedia bezeichnet sich selbst mit mehr als 20 Millionen Artikeln in 282 Sprachen als das größte Lexikon der Welt. Für das Internetprojekt arbeiten weltweit mehr als 100.000 Freiwillige. Infos hat auch der Wikipedia Spendenticker Deutschland.
Digitaler US-Musikmarkt auf der Überholspur
Die gute alte Musik-CD wurde von Internet-Musik-Downloads in den USA 2011 zum ersten Mal überholt. Der nächste Meilenstein im Wandel der Musikbranche scheint somit erreicht. Zwar war es eine sehr knappe Angelegenheit und die heruntergeladenen Alben kamen gerade eben über den Anteil von 50 Prozent, wie aus Zahlen des Marktforschers Nielsen und des Musikmagazins “Billboard” hervorgeht, aber der weltgrößte US-Markt spielt damit international eine Vorreiter-Rolle.
In allem kann sich die Musikbranche endlich einmal wieder über ein Wachstum freuen. Meistverkauftes Album des Jahres war mit über 5,8 Millionen Exemplaren “21″ der britischen Sängerin Adele. Sie überholte damit deutlich die Spitzenreiter der vergangenen Jahre. Insgesamt wurden im ganzen Jahr 2011 rund 330,6 Millionen Alben verkauft. Davon waren gut 103 Millionen Internet-Downloads – knapp ein Fünftel mehr als 2010.
Ein Trend ist, dass Menschen statt des ganzen Albums, lieber für einen Dollar oder Euro einzelne Songs kaufen, die ihnen gefallen. Neben dem illegalen Musik-Downloaden im Internet gilt das als ein Hauptgrund für den massiven Umsatzrückgang in der Industrie in den vergangenen Jahren. Insgesamt luden die Amerikaner im vergangenen Jahr 1,27 Milliarden Einzeltitel herunter, ein Plus von 8,5 Prozent.
Obwohl alle von der Krise der Musikbranche sprechen, erschienen in den USA auch 2011 wieder mehr neue Alben – 76 875 nach 75 159 im Jahr davor. Sogar die Schallplatte fühlt sich in ihrer Nische erstaunlich wohl: Der Absatz stieg um 36,3 Prozent auf 3,9 Millionen Vinyl-Scheiben.
Noch 148 Mails checken, wer weiß was mir dann noch passiert
Tim Bendzko hatte im letzten Jahr mit seinem Hit “Nur noch kurz die Welt retten” den Nerv der Zeit getroffen. Übervolle Inboxen führen zu einer Hassliebe zur guten alten E-Mail. Ich selbst habe im letzten Jahr 68,382 E-Mails bekommen. 7 Prozent meiner E-Mails habe ich beantwortet und ich habe eine Antwort auf 46 Prozent meiner verschickten E-Mails erhalten. Mein Chef hat mir 473 E-Mails geschickt. (Weitere tiefe Einsichten in mein Postfach 2011 habe ich in meinem persönlichen Blog notiert.)
Eine gewisse E-Mail-Müdigkeit hält jetzt auch in den großen Unternehmen einzug. Die ständige Erreichbarkeit —danke Blackberry!— macht müde und stresst, klagen nicht nur Angestellte sondern auch Manager. Die Frage ist auch: Bringt es tatsächlich etwas, wenn abends noch schnell vom Sofa aus eine E-Mail beantwortet wird? Reicht nicht erst die Antwort am nächsten Morgen?
Es gibt bereits Abwehrmaßnahmen: Seit letztem Herbst erhalten VW-Mitarbeiter von den Firmenservern 30 Minuten nach Dienstende keine Mails mehr auf ihr Smartphone. Das Technologie-Unternehmen Atos geht noch einen Schritt weiter. Die E-Mail soll komplett aus dem Unternehmen verbannt werden. Die Leitung geht davon aus, dass 90 Prozent der E-Mails seien Zeitverschwendung.
Zugeben: Es werden viele E-Mails geschrieben, die nicht nötig sind. Vorgesetzte werden mit den Verteiler aufgenommen, nur um zu zeigen, dass man sich um das Thema kümmert. Auch als Cover-Your-Ass-Phänomen bezeichnet.
Aber wer nimmt ein Technologie-Unternehmen ernst, welches die Segel streicht, weil es keinen vernünftigen Umgang mit einem Medium der eigenen Branche hinbekommt?!
Der Düsseldorfer Konzern Henkel hatte seine Mitarbeiter über Weihnachten aufgefordert eine E-Mail-Pause einzulegen. Das habe etwas mit Respekt zu tun, so die Konzernleitung.
Respekt ist ein gutes Stichwort. Das wünsche ich mir 2012 für die E-Mail-Welt. Respekt vom Absender, wenn ich eine E-Mail auch erst etwas später beantworte und Respekt von mir, wenn ich nicht gleich ungeduldig werde, wenn nicht prompt eine Antwort erhalte.
Was sagt ihr zum E-Mail-Wahn im Job, an der Uni oder in der Schule? Kommentar schreiben.



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