An diesem Wochenende haben Protestler der #Occupy-Bewegung (oder die sich einfach dazuzählten) den Apple-Store zu einer früheren Schließung gezwungen. Eine kleine Gruppe kettete sich am Samstag an der Treppe im Store am Jungfernstieg fest. Ihr Ziel: Auf die schlechten Arbeitsbedingungen in den Apple-Zulieferfirmen aufmerksam zu machen. Natürlich gibt es auch ein YouTube-Video von der Aktion.
Die Aktion löst ein gewisses Befremden aus. Nicht zu unrecht wurde im Netz gefragt, was die Aktion gebracht hat. Zwar gab es Aufmerksamkeit für das Thema, für Wirbel sorgten aber eher zufällig anwesende Jugendliche, die zum Radau bereit waren. Ob sie genau wußten, worum es ging?
Das Thema Arbeitsbedingungen in den Zulieferfirmen wird für Apple in den nächsten Wochen öfter ein Thema sein. Ende Januar hatte die New York Times mit einem Artikel für Aufsehen gesorgt, indem Apple scharf für die unmenschlichen Arbeitsbedingungen (und den damit sogar verbundenen Todesfällen) bei den Auftragsherstellern in China kritisiert wurde. Daraufhin hat sich Apple-Chef Tim Cook in einer E-Mail an seine Mitarbeiter geäußert, die dem Dienst 9to5mac.com vorliegt. Einige der Passagen sind von golem.de übersetzt worden. Darin heißt es: ”Was wir nicht tun werden, und was wir nie getan haben, ist stillzustehen oder vor den Problemen in unserer Lieferkette die Augen zu verschließen.” Doch genau dieses Verhalten wird von einem Ex-Manager von Apple in dem New York Times Artikel kritisiert.
Aussitzen will Apple das Thema nicht. Neben einer E-Mail an die Belegschaft, gibt es auch eine Webseite für die Öffentlichkeit. Unter dem Titel ”Supplier Responsibility at Apple” (Zulieferer-Verantwortung bei Apple) zeigt der Konzern seine Sicht der Dinge, veröffentlicht einen Report, sowie eine Liste alle Zulieferfirmen.
Den Protestlern aus Hamburg scheint das nicht zu reichen. Den Vogel abgeschossen hat am Ende aber die Bild. In ihrem Nachbericht ist zu lesen:
“Der Laden musste vorzeitig schließen, weshalb mehr als 50 Apple-Kunden frierend auf dem Jungfernstieg standen.”


Apples neuester Clou,


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