Es ist das Unternehmen, das uns die ersten Bilder vom Mond gebracht hat und die Handkamera weltweit etablierte. Es ist aber auch das Unternehmen, das in seiner rund 130-jährigen Geschichte den Medienwandel wie kein anderes Unternehmen erlebte; und von Trends und Entwicklungen viel früher erwischt wurde: Kodak hat in den USA jetzt Gläubigerschutz beantragt. Bis 2013 möchte das Unternehmen diese Phase überstehen und sich in dieser Zeit sanieren. Vor rund fünf Jahren hat Kodak zuletzt Gewinne eingefahren. Der Wert des Unternehmens ist zudem über die Zeit dahin geschmolzen. Als Kodak 1892 in den USA gegründet wurde, stand es zunächst selbst für eine Revolution: Kodak bot die ersten industriell gefertigten Fotoapparate. Erst die Schwarz-Weiß-, dann die Farbfotographie. Erst die Analog-, dann die Digitalfotographie. Zwischendrin die erste Sofortbildkamera und der große Einfluss auf die gesamt Film- und Fotobranche. Obwohl sich Kodak immer wieder selbst überdacht und neu erfunden hat, hat dies vom heutigen Tag ausgehend nicht gereicht. Was verbindet ihr mit Kodak?
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Der Tag an dem Wikipedia ausgeschaltet ist
Heute ist der Tag, an dem die englische Wikipedia ausgeschaltet ist. Aus Protest. Gegen ein neues Gesetz aus den USA, mit dem Spitznamen SOPA. Stop Online Piracy Act. Die Wikpedia sagt: In diesem Gesetz geht es nicht darum, Piraterie zu stoppen, sondern um eine Zensurinfrastruktur zu etablieren. Die Grundfreiheit im Netz wird in Gefahr gesehen. Tausende Webseiten haben sich angeschlossen und für 24 Stunden dicht gemacht. Das englische Internet streikt. Die Kritiker sehen in diesem Gesetz die Arbeit von Medienunternehmen, die unter der Piraterie zu leiden haben. US-Präsident Obama hat mittlerweile seine Unterstützung für SOPA zurückgezogen. Er will das Gesetz nicht unterschreiben.
Update: Internetvordenker Clay Shirky erklärt in diesem Webvideo, warum er SOPA für eine schlechte Idee hält. Ein höchst sehenswertes Thema, wenn ihr euch über die Hintergründe von diesem geplanten US-Gesetz interessiert (via Medialdigital).
Tipp: Is it Old?
Mein Kollege Dennis Lieske hat mir letztens diese praktische Webseite gezeigt: IsItOld.com? Bevor ihr das nächste Mal einen Link auf eine lustige Webseite oder ein unterhaltsames Video per Facebook oder Kettenmail an eure Freunde verbreitet, könnt ihr mit dieser Webseite auf Nummer sicher gehen. Einfach die Webadresse eingeben und schon sagt einem die Webseite, ob ihr mit diesem Tipp ganz vorne mit dabei seid, oder zum hoffnungslosen alten Eisen gehört. Letzteres will ja niemand.
Es gibt ja nichts peinlicheres, als alte Links noch einmal durchzureichen, wenn die Freunde diese schon von vielen anderen unter die Nase gehalten bekommen haben. Nutzt ihr IsItOld.com, seid ihr auf der richtigen Seite, denn es wird geprüft, seit wie vielen Tagen der Link schon auf Twitter unterwegs ist, und wie häufig er weiterverbreitet wurde.
Die Webseite wird natürlich mit einem Augenzwinkern betrieben, aber wenn ich mir so anschaue, was meine Freunde bei Facebook und Twitter häufig posten, dann hat IsItOld.com durchaus eine Daseinsberechtigung.
Noch 148 Mails checken, wer weiß was mir dann noch passiert
Tim Bendzko hatte im letzten Jahr mit seinem Hit “Nur noch kurz die Welt retten” den Nerv der Zeit getroffen. Übervolle Inboxen führen zu einer Hassliebe zur guten alten E-Mail. Ich selbst habe im letzten Jahr 68,382 E-Mails bekommen. 7 Prozent meiner E-Mails habe ich beantwortet und ich habe eine Antwort auf 46 Prozent meiner verschickten E-Mails erhalten. Mein Chef hat mir 473 E-Mails geschickt. (Weitere tiefe Einsichten in mein Postfach 2011 habe ich in meinem persönlichen Blog notiert.)
Eine gewisse E-Mail-Müdigkeit hält jetzt auch in den großen Unternehmen einzug. Die ständige Erreichbarkeit —danke Blackberry!— macht müde und stresst, klagen nicht nur Angestellte sondern auch Manager. Die Frage ist auch: Bringt es tatsächlich etwas, wenn abends noch schnell vom Sofa aus eine E-Mail beantwortet wird? Reicht nicht erst die Antwort am nächsten Morgen?
Es gibt bereits Abwehrmaßnahmen: Seit letztem Herbst erhalten VW-Mitarbeiter von den Firmenservern 30 Minuten nach Dienstende keine Mails mehr auf ihr Smartphone. Das Technologie-Unternehmen Atos geht noch einen Schritt weiter. Die E-Mail soll komplett aus dem Unternehmen verbannt werden. Die Leitung geht davon aus, dass 90 Prozent der E-Mails seien Zeitverschwendung.
Zugeben: Es werden viele E-Mails geschrieben, die nicht nötig sind. Vorgesetzte werden mit den Verteiler aufgenommen, nur um zu zeigen, dass man sich um das Thema kümmert. Auch als Cover-Your-Ass-Phänomen bezeichnet.
Aber wer nimmt ein Technologie-Unternehmen ernst, welches die Segel streicht, weil es keinen vernünftigen Umgang mit einem Medium der eigenen Branche hinbekommt?!
Der Düsseldorfer Konzern Henkel hatte seine Mitarbeiter über Weihnachten aufgefordert eine E-Mail-Pause einzulegen. Das habe etwas mit Respekt zu tun, so die Konzernleitung.
Respekt ist ein gutes Stichwort. Das wünsche ich mir 2012 für die E-Mail-Welt. Respekt vom Absender, wenn ich eine E-Mail auch erst etwas später beantworte und Respekt von mir, wenn ich nicht gleich ungeduldig werde, wenn nicht prompt eine Antwort erhalte.
Was sagt ihr zum E-Mail-Wahn im Job, an der Uni oder in der Schule? Kommentar schreiben.
Sendung vom 02.01.: Stiftung Warentest, Komoot.de, 28C3 und Digitaltrends 2012
Wir starten in das neue Jahr mit der Stiftung Warentest und bringen euch auf den neusten Stand in Sachen Smartphones und Handytarife. Zum neuen Jahr verraten wir auch, welche Digitaltrends wir 2012 erwarten. Die Sendung mit dem Internet gab es in dieser Woche mit Daniel Fiene.
1.) Stiftung Warentest
Mit der Stiftung Warentest schauen wir uns das ärztliche Befund-Portal WasHabIch.de (Medizinstudenten übersetzen ärztliche Befunde in verständliche Sprache) an, sowie die aktuellen Smartphones und Handy-Tarife.
2.) Webseite der Woche
Das ist in dieser Woche Komoot.de, ein sozialer Tourenplaner für Radfahrer oder Fußgänger.
3.) 28C3
Zwischen den “Jahren” hat in Berlin wieder Chaos Communication Congress stattgefunden – zum 28. Mal. Henning Bulka berichtet, mit welchen Themen die Nerds, Geeks und Hacker sich beschäftigt haben.
Hennings Linkliste: Chaos Computer Club, Wiki zum 28c3 – 28. Chaos Communication Congress, Can trains be hacked? – Stefan Katzenbeisser über Sicherheit bei der Bahn (Video), Cory Doctorow über den Kampf gegen Supercomputer (englisch) (Video), Martin Haase über die Sprache von Politikern (Video), Vortrag über die Arbeit von „Reporter ohne Grenzen“, Frag den Staat: Das Informationsfreiheitsgesetz (Video) und alle Vorträge vom Kongress zum Anschauen.
4.) Digitaltrends 2012
Wir haben euch 6 Trends vorgestellt, die wir im neuen Jahr erwarten. Nachzulesen gibt es die auch hier.
Ansonsten immer mal wieder in der 103. Ausgabe der Sendung zu hören: IstChristianWulffNochImAmt.de?
Die nächste Sendung gibt es am kommenden Montag um 18 Uhr bei Antenne Düsseldorf.




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