
Unerwartet hat Amazon diese Woche sein neues Tablet vorgestellt: Das Kindle Fire ist kleiner als das iPad, aber mit 199 Dollar auch nur halb so teuer wie das günstigste Apple-Modell. Damit könnte es zur echten Konkurrenz für Apple werden, die bisher auf dem Tablet-Markt unangefochtene Marktführer sind.
Zu den technischen Daten: Das Amazon-Gerät hat einen berührungsempfindlichen Farbbildschirm mit einer Diagonalen von 17,8 Zentimetern, keine Kamera und funktioniert mit einer veränderten Version des Google-Betriebssystems Android. Auf den Markt kommen soll es Mitte November, für Deutschland gibt es bisher noch keinen Termin.
In den vergangenen Jahren hat Amazon nach und nach ein großes digitales Angebot aufgebaut: Auf der Homepage des Shops gibt es eine riesige Auswahl an Musik und Filmen zum Download, außerdem mittlerweile sogar einen eigenen App-Store. Mit dem Kindle Fire hat man in Zukunft natürlich auch Zugriff auf diese Angebote – aber eben nur auf die. Amazon ermöglicht ähnlich wie Apple mit seinen iTunes nur das Bedienen am hauseigenen Online-Angebot.
Und nicht nur dafür fing sich Amazon bei der Vorstellung der neuen Geräte Kritik ein: Zudem ist das Kindle Fire technologisch nicht besonders innovativ, sondern vereint lediglich aktuelle Standards. Das einzig wirklich neue ist der Web Browser Silk, mit dessen „Split Browser“-Architektur die Seitendarstellung beschleunigt werden soll.
Ob Apple diesmal um seine Marktführung bangen muss, oder ob Amazon sich in die Schlange derer einreihen wird, die mit ihrem Produkt keine Chance gegen das iPad haben, wird sich ab November zeigen.













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