Die Schattenseiten von WhatsApp

Das ist eine der Apps, die sich wie in Windeseile in meinem Freundeskreis verbreitet hat: WhatsApp! Das ist die App, die SMS überflüssig macht. Das Problem: Die App ist unsicher und jetzt sind sogar neue Sicherheitsmängel bekanntgeworden. Das überrascht mich nicht.

Ich bin ganz ehrlich: Ich bin kein großer Freund von der WhatsApp-App. Zugegeben: Sie ist kostenlos und funktioniert auf fast allen Smartphones. Aber ich habe bei der App kein gutes Gefühl.  Immer wenn mir jemand über WhatsApp eine Nachricht schickt, zögere ich, diese zu lesen. Mich nervt die Handhabung der App. Das Ding ist mir ein Tick zu umständlich. Ich nenne sie auch den grauen Klumpen.

Hinzu kommen die Sicherheitsmängel. Computerbild berichtet in dieser Woche, dass die Nachrichten mitgelesen werden können. Der Grund: Die Nachrichten werden per Klartext übertragen. Mit einem Android-Smartphone und einer speziellen Lausch-App, die es irgendwo im Netz gibt, können die Whatsapp-Nachrichten abgefangen werden, wenn die Smartphones sich im gleichen WLAN-Netzwerk befinden. Das ist kein Skandal, da E-Mails im Netz auch eher so sicher sind wie Postkarten. Aber es passt in das Gesamtbild, das Whatsapp abgibt.

Vor Monaten gab es schon Kritik, dass die App das Adressbuch des Smartphones scannt und die Daten auf andere Server überträgt. Das ist zwar für einige Funktionen nötig, problematisch ist aber, dass der Whatsapp-Anbieter nicht genau verrät, was er mit den Daten macht.

Mein Tipp: Wenn ihr zwischen iPhones kommunizieren, setzet auf iMessage. Wenn ihr oder der Adressat andere Systeme nutzen, macht euch lieber Gedanken über eine SMS-Flat. Bleibt euch die Nutzung von Whatsapp nicht erspart, bleibt  skeptisch.

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7 Gedanken zu „Die Schattenseiten von WhatsApp“

  1. Das Problem mit dem „was wird mit den Daten gemacht“ kann ja gelöst werden, wenn man nicht nur den 1/2 jährlichen panischen dasInternetisttotalgefährlich-CB Artikeln glaubt, sondern einfach mal kurz googelt…

    2 Sekunden, 2. Treffer:
    http://www.datenschutzbeauftragter-info.de/whatsapp-und-datenschutz-antworten-auf-die-wichtigsten-fragen/

    Aber natürlich ist der Hinweis richtig, dass jeder, der sich in einem öffentlichen WLAN aufhält, wachsam sein sollte, welche Apps er mit welchen Einstellungen verwendet. Das gilt übrigens auch für IPhones…

  2. Hi Kikbde,

    interessanter Link, den du gepostet hast, aber das Problem wird ja auch in dem Text ersichtilch: Wenn WhatsApp wirklich so cool ist, wie sie in ihren Statements tun, dann hätten sie es auch in ihren Datenschutzhinweisen verankert. Schön aber, dass die reagiert haben! Aus der Arbeit weiß ich sonst, dass die ggü. der Presse Anfragen von Kollegen oft nicht so wirklich reagieren 😉

    Gruß, Daniel

  3. Hallo Daniel,

    ich bin, wie bei allen diesen Diensten, etwas zwiegespalten, was die Sicherheit angeht. Weil man es letztlich nicht wirklich durchblicken kann. Aber ich denke, wer ein iPhone mit vielen verschiedenen Apps und Diensten hat, macht sich was vor, wenn er sein Sicherheitsbedürfnis allein dadurch befriedigt, dass er auf WhatsApp verzichtet.

    Ich nutze WhatsApp jedenfalls sehr gerne, einmal, weil unter meinen Freunden und Kontakten viele Android-Nutzer sind, was dann iMessage ausschließt. Vor allem aber, weil ich Kontakte im Ausland, etwa in der Schweiz, habe, und sich da ansonsten für SMS einiges zusammenläppert.

    Da ist es echt ein Fortschritt, dass man über Ländergrenzen hinweg mal eben eine kostenlose Nachricht schicken kann.

    Deine Genervtheit bezüglich der Anwendung teile ich nicht. Ich finde es übersichtlich und leicht zu bedienen.

    Allerdings bin ich generell nicht so der SMS-Typ – ich schreibe vielleicht im Schnitt drei Nachrichten am Tag, und meistens, um irgendetwas abzustimmen oder kurz zu fragen.

    Viele Grüße
    Kerstin

  4. Es gibt doch auch noch Alternativen wie Skype. Das problem ist das es sich nicht so gut verbreitet. Wahrscheinlich schicken die auch unverschlüsselt die Nachrichten jedoch habe ich keinen Datenschutzskandal bis jetzt von Skype gehört. Oder?
    Und was ich übrigens noch besser an Skype und co finde: Man kann am Pc schreiben

  5. Marc, ich habe mich überhaupt nicht in die Irre führen lassen. Selbst bei dem von dir verlinkten Artikel wird nicht klar, was mit den übertragenen Telefonnummern passiert. WhatsApp sagt zwar, dass sie die Nummern nicht speichern – aber versprechen das IMHO nicht in den Datenschutzerklärungen. Sie geben dort nur an, dass sie diese nicht an Dritte weitergeben.

  6. Deutschland und die Buerokratie… Selbstverstaendlich koennen daten eingesehn werden, wenn mehrere smartphones im gleichen WLAN eingeloggt sind.. Hoffe ihr habt zu hause brav ein internetpasswort um euch einzuloggen..ohne es freigewchalfen zu haben fuer die oeffentlichkeit sonst koennen personen sogar euer internet gebrauchen… Ironie 😉 Bringt mich hier sehr zum schmunzeln, was ein wirbel um nichts. Bitte loggt euch ueber euere firma nicht ins WLAN ein, das sollte auch jeder wissen. Solange ihr euch daran haltet sollte whatsapps doch gar kein problem sein.. Oder?

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