
ORF-Redakteur Dieter Bornemann freute sich über den Jury-Preis. Foto: Anne Hemmes.
Am Wochenende war Düsseldorf voll von Prominenz – und zwar Internetprominenz! Am Samstag Abend wurde das zweite Mal überhaupt und das erste Mal in Düsseldorf der Webvideopreis im Savoy Theater verliehen. 500 geladene Gäste waren da, und feierten ihre Stars von YouTube, Vimeo und Co. Denn, im Mittelpunkt des Preises standen die Macher von Videos auf solchen Plattformen. Ausgezeichnet wurden insgesamt 14 verschiedene Künstler in neun Kategorien. Wir haben schon in der Sendung mit dem Internet am Montag einen Audio-Rückblick präsentiert, hier gibt es Text & Videos:
Die großen Preisträger
Die meisten Jury-Preise gingen an „alte Hasen“ im Videogeschäft: die Journalisten von der österreichischen Nachrichtensendung „Zeit im Bild“ im ORF. Mit einem YouTube-Video hatten sie dagegen protestiert, dass Politiker immer wieder versuchen auf den Sender Einfluss zu nehmen, zuletzt bei der Frage einer internen Stellenbesetzung.
In der Kategorie „IMHO“/„In My Humble Opinion“ erhielten die ORF-Journalisten sowohl Jury- als auch Publikumspreis. Dazu wurden sie in der „Best of“-Rubrik „Epic“ ebenfalls mit dem Jury-Preis ausgezeichnet. Die beiden anwesenden Redakteure Dieter Bornemann und Fritz Wendl freuten sich sehr über die Auszeichnungen und verstanden sie als „Preise für Medienfreiheit“.

Y-Titty waren die Favoriten des Publikums beim Webvideopreis. Foto: Anne Hemmes
Die Lieblinge der Zuschauer mit gleich zwei Publikumspreisen waren hingegen die Jungs vom Comedy-Projekt „Y-Titty“ aus Köln. Auf YouTube produzieren sie unter diesem Synonym jede Woche neue Sketche, Parodien und andere Videos. Ausgezeichnet wurden sie beim Webvideopreis für eine Kooperation mit dem YouTuber Gronkh, eine Parodie im echten Leben des Computerspiels „Grand Theft Auto“:
Spannende Projekte
Auch eine Düsseldorferin stand auf der Nominiertenliste, und zwar in der Kategorie „AAA“/„Academy Approved Art“: Die Studentin Anne Lucht hatte für die iPhone-App „Synse THAG“, mit der jeder elektronische Musik machen kann, ein Musikvideo gedreht. Dabei tanzen Pixelwesen über die Straßen und an bekannten Orten von Düsseldorf:
Gereicht hat es für sie leider nicht, trotzdem freute sie sich darüber, dabei gewesen zu sein. Außerdem habe ihr allein die Nominierung viel Aufmerksamkeit eingebracht.
In der Kategorie „FYI“/„For Your Information“ erhielt Pete Schilling für seinen Film „Mad World“ den Publikumspreis. In der halbstündigen Dokumentation, die er als seine Abschlussarbeit an der FH Trier drehte, erzählen die Kandidaten von Reality-Soaps und Casting-Shows im Fernsehen von ihren Erfahrungen.
Darüber steht die Frage nach Realität: ob und wie viel Realität im Fernsehen steckt, und was das für die Darsteller und für uns Zuschauer bedeutet.
Videocamp & YouTuber-Treffen
Vor dem eigentlich Webvideopreis fand zudem das Videocamp in den Cubic Studios in Bilk statt. Dabei trafen sich Videomacher aus dem gesamten deutschsprachigen Raum zum Erfahrungsaustausch, und um über die Zukunft des Mediums Video zu diskutieren.
Dazu trafen sich YouTuber aus ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz, um ihre Idole kennenzulernen. Auf YouTube existiert eine große Community, in der sich vor allem sehr viele junge Menschen und Teenager austauschen und von ihrem Leben berichten.
Noch mehr zum Gucken!
Das etwas andere Grußwort des Oberbürgermeisters:
Die komplette Preisverleihung:
Lesen Sie auch dies - unsere Empfehlung:
- Der Deutsche Webvideopreis wieder in Düsseldorf
- Webvideopreis-Tagebuch: Was machen die Gewinner von 2012?
- Der Tabletennisgamer mit seinem Spiel „Händewaschen“ – Unser Kandidat aus Düsseldorf für den Webvideopreis 2013
- Sendung vom 27.05.2013: Die Rückschau auf den Webvideopreis, das neue GoogleMaps, Yahoos Tumblr-Deal und der Relaunch von Flickr.
- Webvideopreis-Tagebuch: Morgen startet das Videocamp



Hinterlass uns doch einen Kommentar!
Wir freuen uns immer über Kritik, Anregungen und hin und wieder auch ein bisschen Lob!