Nach langen Gebührenverhandlungen mit der GEMA hat der Musik-Streamingdienst Spotify sein Angebot am 13. März nun auch in Deutschland gestartet. Der Internet-Musik-Dienst wurde bereits 2006 in Schweden gegründet und will eine legale Alternative zur Piraterie sein.

Was ist Spotify und wie funktioniert das?
Mit Spotify können Sie Musik auf den heimischen Computer hören, ohne dass Sie die Musik selbst auf Ihrem PC speichern. Das Prinzip dahinter heißt Streaming und bedeutet, dass die Datei nicht lokal auf dem Rechner gespeichert wird, sondern nur für kurze Zeit in den Zwischenspeicher geladen wird. Hinter YouTube steht etwa ein ähnliches (wenn auch nicht ganz gleiches) Prinzip.
Der Anbieter aus Schweden stellt zum Start in Deutschland 16 Millionen Songs bereit. Alle angebotenen Musikstücke werden von verschiedenen Musiklabels zur Verfügung gestellt und auch von diesen lizensiert. Die Nutzung von Spotify ist also komplett legal. In der kostenlosen Variante kann der Nutzer 10 Stunden im Monat kostenlos Musik hören, dabei wird jedoch zwischendurch Werbung abgespielt. Für 5 Euro im Monat gibt es die Unlimited-Variante ohne Werbung und ohne Spielzeitbegrenzung. Mit dem Premium-Account für 10 Euro pro Monat können Sie dann Spotify dazu auch noch in höherer Qualität und auf Ihrem Smartphone nutzen. Hier können Titel dann auch offline verfügbar gemacht werden, falls Sie einmal kein Internet haben.
Eine Besonderheit: Um Spotify nutzen zu können, benötigt der jeder Nutzer einen Facebook-Account, mit dem das Konto bei Spotify dann verknüpft wird. Vorteil: So kann jeder sehen, was seine Freunde gerade hören. Nachteil: Viele wollen Facebook nicht noch mehr Daten anvertrauen.
Alternativen?
Simfy ist ein deutsches Konkurrenzangebot zu Spotify, bei dem man ebenfalls Musik übers Netz anhören kann. Auch Simfy bietet nach eigenen Angaben ein Repertoire von 16 Millionen Titeln an. Ähnlich ist auch, dass der kostenlose Zugang drei Monaten nach der Anmeldung von 20 auf 5 Stunden pro Monat beschränkt wird. Außerdem wird zwischen den Songs Werbung geschaltet. Genauso wie bei Spotify können die Nutzer hier jedoch auch ein kostenpflichtiges Abo abschließen. Das Preismodell ist hier im Kern dasselbe wie bei Spotify. Möglicher Nachteil von Simfy: Es gibt keine so starke Anbindung an Facebook und die dortigen Freunde.
Im Januar 2012 startete auch der Musikstreaming-Service Rdio.com in Deutschland. 12 Millionen Musiktitel sollen völlig werbefrei verfügbar sein. Eine kostenlose Variante gibt es jedoch nur für eine siebentägige Testphase nach der Registrierung. Danach bezahlt jeder Nutzer 5 Euro im Monat in der Basisvariante, wer dazu noch die mobile App haben möchte, zahlt 10 Euro monatlich.
Einen Überblick über die verschiedenen verfügbaren Musik-Streaming-Dienste in Deutschland (außer Spotify) haben wir auch bereits im Januar in der Sendung geliefert.
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