Wer sein Haus nicht nur bei Google Streetview, sondern auch bei Microsofts Streetside nicht sehen möchte, für den wird es knapp: In zehn Tagen endet die Widerspruchsfrist, bei der Hauseigentümer und Mieter der Veröffentlichung ihrer Hausfassaden durch den Microsoft Dienst Bing Streetside widersprechen können. Dabei handelt es sich wie bei Google Streetview um eine Online-Landkarte mit 3D-Ansicht, die virtuelle Stadtrundgänge ermöglicht.
Bereits seit Mai waren in rund 50 deutschen Städten Aufnahmen für die Geodatendienst-Alternative zu Google Streetview gemacht worden. Hausbesitzern wurde dazu eine zweimonatige Protestfrist bis zum 30.September eingeräumt. Bis dahin können sie online oder per Brief eine Abbildung des eigenen Privatdomizils verhindern. Neben der Adresse müssen sie ergänzende Informationen zum Haus wie die Geschosszahl und Farbe angeben. Ist die Frist abgelaufen, sind Widersprüche erst wieder möglich, wenn die Bilder im Netz stehen. Dann können sie nachträglich entfernt werden.
Die erwarteten Proteststürme blieben bislang jedoch aus: So sind bis Ende August bundesweit gerade mal 40 000 Vorabwidersprüche eingegangen. Zum Vergleich: Gegen Google Streetview waren es insgesamt rund 245.000.
Hier gehts zum Widerspruchsformular
Link: Widerspruchsfrist gegen Streetside läuft ab
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