Bis heute findet in Berlin die Internationale Funkausstellung (IFA) statt – und das zum 50. Mal. In diesem Jahr zeigen über 1.400 Aussteller ihre neuesten Technik-Innovationen auf dem Messegelände unter dem Funkturm. Daniel war für die Sendung mit dem Internet mit dabei.
Stichwort: 3D-Fernsehen

Daniel hat 3D-Fernsehen ausprobiert. Foto: Stephan Röhl.
Im Vergleich zum Jahr davor waren diesmal sehr viele 3D-Angebote auf der IFA zu sehen – und es gab kaum einen Messebesucher, der nicht auch einmal selbst das 3D-TV testen wollte. Die Folge: Plötzlich liefen fast alle mit den dunklen Brillen herum. Alle namenhaften Hersteller bieten zwar inzwischen ein 3D-Gerät an, aber die Kosten sind nicht unerheblich. Eine Neuanschaffung kostet 2.000 € für einen 3D-Fernseher und noch einmal 100 € für jede Brille.
Nichtsdestotrotz gibt es einige wenige Blu-Ray-Discs in 3D und auch der TV-Anbieter “Sky” will einen eigenen 3D-Sender an den Start bringen. Andere Fernsehsender hingegen planen derzeit mittelfristig keinen 3D-Regelbetrieb, wollen aber beobachten, wie sich der “Markt” entwickelt.
Unser Fazit also: Nicht kaufen.
Stichwort: Neue Pad-Computer & iPad-Konkurrenten
Das iPad von Apple hat ja einen regelrechten Boom der Tablet-Computer ausgelöst. Im September kommt beispielsweise das WeTab von der Firma Neofonie aus Berlin auf der Markt, das auf dem offenen System Linux basiert, und mit 11,6 Zoll Diagonale auch einen größeren Bildschirm als das iPad haben wird.
Mit seinem Tablet-Computer “Streak” präsentierte Dell ein Gerät, das bereits auf dem Markt ist, und das mit seinen 5 Zoll Bildschirmdiagonale – etwas größer als eine Handfläche – eher an ein Smartphone erinnert.
Das Highlight unter den Tablets war auf der IFA mit Sicherheit aber das Samsung Galaxy Tab, das im Oktober für rund 700 € auf den Markt kommen soll. Es ist mit seinem 7 Zoll großen Bildschirm kleiner als das iPad und auch leichter als der Vorreiter von Apple. Besonderheit beim Galaxy Tab: Es setzt auf das Google-System Android, das auf Linux basiert.
Unser Fazit: Nicht schlecht, aber auf ein Schnäppchen hoffen.
Stichwort: Hybrides Fernsehen/HBB-TV

Der neue Standard beim Fernsehen heißt HBB-TV. Foto: Stephan Röhl.
Richten Sie sich schon einmal darauf ein: Von HBB-TV wird in Zukunft noch viel die Rede sein, denn so nennt sich der neue Fernseh-Standard für hybrides Fernsehen. Gemeint ist damit die Ergänzung des gewöhnlichen TV-Programms durch zusätzliche Inhalte, etwa aus den Online-Mediatheken der Fernsehsendern. Diese Inhalte werden über die Internetleitung in das TV-Gerät eingespeist.
Das funktioniert dann so: Sie schauen beispielsweise eine Nachrichtensendung, in der ein Beitrag über den Auslandsbesuch der Kanzlerin in Russland berichtet wird. Mit HBB-TV wird Ihnen dann durch eine kleine Leuchte angezeigt, dass es auch eine Dokumentation über Russland in der Mediathek gibt. Diese können Sie dann über Ihre Fernbedienung aufrufen und die Inhalte aus der Mediathek laufen dann auf Ihrem Fernseher.
Um HBB-TV zu nutzen, können Sie sich natürlich entweder einen neuen Fernseher mit eingebauter HBB-TV-Funktion kaufen, oder Sie besorgen sich eine spezielle HBB-TV-Box, die Sie an Ihren alten Fernseher anschließen – keine Sorge, diese Box ersetzt dann auch Ihren Tuner, Sie brauchen also nicht mehrere Boxen nebeneinander betreiben. Die Boxen sind auch verhältnismäßig günstig, und so kommt jeder recht einfach in den Genuss der Verknüpfung von Online- und Fernsehinhalten.
Fazit

Daniel im Gespräch mit einem Kollegen. Foto: Stephan Röhl.
Die Zeit auf der IFA war wie immer sehr spannend und zumindest mit HBB-TV gibt es etwas, auf das wir uns auch für Zuhause freuen können. Wie sich die Welt der Tablet-Computer entwickelt, und was sich beim 3D-Fernsehen noch tut, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.
Mehr Infos zum Samsung Galaxy Tab gibt es übrigens in der nächsten Ausgabe der Sendung mit dem Internet am Montag, 13. September 2010, 18:00 bis 20:00 Uhr.
Die weiteren Berichte von Daniel zur IFA können Sie auch noch einmal in der aktuellen Sendung nachhören.
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