Wenn Facebook, das milliardenschwere Internetphänomen und Vorbild aller sozialen Online-Netzwerke, um Aufmerksamkeit bittet, dann folgen etwa 500 Millionen User weltweit (davon kommen schätzungsweise 9 Millionen aus Deutschland): Schon wieder verkündete Gründer und Vorstandsvorsitzender Mark Zuckerberg vor ein paar Tagen Änderungen bezüglich der Privacy-Einstellungen auf Facebook. Das Problem: Bei einer Neuanmeldung sieht die Grundeinstellung nämlich vor, dass sämtliche Informationen – inkl. Fotos, Webseiten etc. – auf der persönlichen Pinnwand für jedes Mitglied zugänglich sind.
Im Grunde nichts erschreckendes, denn dies ist nunmal der Sinn und Zweck eines sozialen Netzwerkes. Dass diese Informationen allerdings von Facebook selbst und natürlich seinen zahlreichen Partnern kommerziell genutzt werden, ist für viele Nutzer weniger erfreulich. Schwerwiegend mag auch der Umstand erscheinen, dass die Privatssphäre der Nutzer erst gewährleistet ist, wenn diese selbst aktiv werden. Dies sorgte nicht zum ersten Mal für eine Welle der Empörung und wieder gelobte der Konzern Besserung, was schließlich auch geschehen ist.
Auf einer Pressekonferenz stellte Mark Zuckerberg persönlich die neuen Änderungen vor. Ähnliche Tutorials sind überall im Internet zu finden. Die Quintessenz der Änderungen ist eine leichtere Bedienung der Einstellungen, was gerade auch die Informationsweitergabe an Dritte beinhaltet. Und so können Sie schrittweise Ihre Privatssphäre-Einstellungen ändern:
- Nach dem Einloggen wird unter dem Pop-Up-Button “Konto” der Punkt “Privatssphäre-Einstellungen” gewählt.
- In den Privatssphäre-Einstellungen kann nun auf einen Blick überprüft werden, welche Kontodaten für Alle/Freunde/Freunde von Freunden sichtbar sind. Wählen Sie den Punkt “Benutzerdefinierte Einstellungen” am Fuß der Übersicht.
- Auf der folgenden Seite kann jetzt Punkt für Punkt die Sichtbarkeit einzelner Daten für Alle/Freunde/Freunde von Freunden festgesetzt werden.
Trotz der nunmehr kinderleichten Bedienung der Privatssphäre-Einstellungen dürfte jedem aufmerksamen Leser und Zuhörer aufgefallen sein, dass per default nach wie vor der User selbst die Einstellungen zu ändern hat. Darum sei jedem Facebook-Nutzer ans Herz gelegt, erst gar keine intimen Informationen, die vielleicht sogar gegen den User selbst genutzt werden können, ins Netz zu stellen. So wäre auch sicher gestellt, dass diese nicht wohlmöglich durch eines der zahlreichen Schlupflöcher auf Facebook in die falschen Hände geraten.
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