Google in China: Ist Hongkong die Lösung?

28. März 2010 15:49 0 Kommentare

Autor:

Kerstin Schreiber

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Googles Zensur-Streit mit der chinesischen Regierung hat sich in dieser Woche verschärft. Wie bekannt wurde, hat Google seine chinesische Adresse aufgegeben. Weg vom ursprünglichen google.cn, hin zu google.com.hk.  Doch ist der Umzug nach Hongkong mit seiner politischen und wirtschaftlichen Sonderstellung nun die Lösung aller Probleme?

Für Google sieht es ganz danach aus, denn das Unternehmen konnte dadurch zum einen die von der chinesischen Regierung auferlegte Zensur der eigenen Einträge einstellen und sein Gesicht in puncto Informationsfreiheit wahren. Zum anderen muss Google so nicht auf den chinesischen Markt verzichten. Denn nach den schweren Hacker-Angriffen auf den E-Mail-Dienst G-Mail hatte der Konzern bereits mit dem Gedanken gespielt, den Standort China endgültig aufzugeben (DSMDI berichtete).

Für die User von google.com.hk sind auf den ersten Blick keine Veränderungen durch den Umzug erkennbar. Zumindest nicht für diejenigen auf dem chinesischen Festland. Denn hier kontrolliert und zensiert nun nicht mehr Google, sondern der Staat höchstpersönlich bestimmte Seiten.

Doch nicht nur das. Zusätzlich blockiert die Volksrepublik durch Netzsperren via IP-Adressen Internetangebote wie YouTube oder Facebook. Bei Eingabe einer zensierten Webadresse in die Browserzeile, wird die Suchanfrage des Users umgeleitet und damit ein Ankommen bei der gewünschten IP-Adresse verhindert.

Ob und wenn ja wie die Festland-Chinesen auf diese Einschneidungen ihrer Informationsfreiheit nun reagieren werden, wird sich in der nächsten Zeit zeigen. Von Google ist diesbezüglich wahrscheinlich in der nächsten Zeit erst einmal nichts mehr zu hören.

Was Google über den Umzug zu sagen hat? Hier ist der Link zum firmeneigenen Blog.

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  1. Google stellt China-Strategie in Frage
  2. Sendung vom 17.01.: Google vs. China, Facebook, Internetsucht, Spenden
  3. Sendung vom 29.3.: Bezahlsysteme, China vs. Google, Dotcom-Blase
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