Digitale Fotografie ist mehr denn je im Kommen. Jeder hat eine kleine Digital-Kamera, alle Mobil-Telefone, die Smart-Phones sowieso, erlauben es, schnell ein Foto zu schießen, dieses sogar zu bearbeiten und dann im Internet publizieren. Dennoch gibt es viele Möglichkeiten, sich mit digitaler Fotografie, der Publikation im Internet und der Bildbearbeitung auseinanderzusetzen, die über Handy-Programme und Standard-Software hinausgehen. Was es da für Möglichkeiten gibt und wie damit am besten umgeht, haben wir in unserer letzten Sendung erfahren.
Ronny Hendrichs, Mediengestalter, Fotograf und natürlich auch Internet-Freund war bei uns im Studio und hat uns zahlreiche hilfreiche und nützliche Infos zu verschiedenen Foto-Plattformen gegeben:
View – die Foto-Community vom stern
Das Magazin View ist Teil der extension line des Wochenmagazins des stern und erscheint einmal im Monat. Es ist ein Fotomagazin, das versucht, die Ereignisse eines Monats in besonders eindrucksvollen und berührenden Bildern festzuhalten. So ist es auch bei der Community – es geht weniger um die Technik des Fotografierens – das zweifelsohne auch – als um Motive und damit verbundene Ereignisse.
Selbstverständlich kann man sich hier als Amateur, Halb- und Voll-Profi anmelden, um Fotos zu hochladen und mit anderen Fotografen in Kontakt zu treten. Es gibt neben der Gratis-Mitgliedschaft auch eine Voll-Mitgliedschaft mit mehr frei geschalteten Features, die es schon ab 1,58 im Monat gibt. “Vorteil hiervon ist, dass man über die Kommentare, die die anderen Nutzer geben, seinen Stil verbessern und somit noch schönere Fotos machen kann”, sagt unser Experte. Besonderheit: das beste Foto des Monats, gewählt von der Community, erscheint in der Print-Ausgabe der View!
flickr – DIE Foto-Community
flickr ist die Plattform, wenn es um Fotos geht – jeder kennt sie, sie ist international und hat so viele Fotos, wie keine andere Community. Sie bietet – natürlich – auch Services wie Kommentare, Freundschaften, Foren oder Bewertungen. Ronny weist in unserem Gespräch jedoch auf die möglicherweise mangelnde Qualität der Fotos hin – ohne eine richtige Begrenzung des Platzes und der Upload-Menge werden nicht nur bereits vom Fotografen ausgewählte Fotos hochgeladen, sondern meistens ein Großteil seiner Werke – “das muss nicht immer mit Qualität verbunden sein”, sagt Ronny.
Picasa – Programm der Allmacht google
Natürlich! Möchte man fast schon sagen – hat auch google einen Dienst für Fotos und Bildbearbeitung. Picasa unterscheidet sich von flickr insofern, als das dem Nutzer bereits zu Beginn 1 GB Speicher zur Verfügung steht. Ein weiterer Vorteil, den google bietet: “Man kann google Picasa – die Bildbearbeitungs-Software – sehr gut dazu nutzen, die Fotos gleich nach der Bearbeitung auch online zu stellen”. Beide Anwendungen stehen selbstverständlich als Apps zur Verfügung, um auch Fotos vom Handy oder iPod direkt auf hochzuladen.
Die fotocommunity
Mit dieser Gemeinschaft bewegt man sich weg von dem bisher vorgestellten Massenangeboten. Bei der fotocommunity sitzen zum Teil richtige Experten – zum Beispiel Ronny Hendrichs - und kommentieren, bewerten, geben Tipps und schreiben und diskutieren rund um das Thema Fotografie. Gestartet ist das alles über eine Privatperson als nationales Angebot, die eigentlich nur Urlaubs-Fotos veröffentlichen wollte, dann aber sah, dass andere auch Spaß an dieser Möglichkeit hatten. Besonderes Schmankerl: “Auch hier werden bestimmte Fotos zu einer Galerie gewählt, die dann als Galerie besonders guter Fotos für alle zu sehen ist”, erzählt Ronny – gleichzeitig darf man auch nur zehn Fotos pro Woche hochladen, wodurch die Qualität gesichert sei.
deviantart.com – Fotografie trifft Kunst
Diese – ebenfalls internationale – Internetseite ist ganz besonders gut und mehr als nur Fotografie. Künstler jeden anderen Milieus – sei es Dichtung, sei es Malerei – können hier ihre Werke hochladen. Diese können wieder bewertet werden, kommentiert und stehen zur Diskussion. Außerdem kann jeder Nutzer eigene Sets mit seinen besten Werken erstellen und den anderen Nutzern zeigen. “Vorteil der beiden Communities ist ganz klar, dass man sich treffen kann – sie bieten beide persönliche Treffen an, wo man die Fotografen und vor allen Dingen ihre Instrumente auch einmal wirklich kennen lernen kann. Das ist schon sehr beeindruckend”, weiß Ronny zu berichten.
Model-Kartei - die Anlaufstelle für Models
Jeder Fotograf braucht dann und wann mal Models – wo es welches Model gibt, was es macht und zu welchem Zweck man es einsetzen kann – darüber gibt die Model-Kartei Aufschluss. Sie ist erste Anlaufstelle für Models, aber auch für Fotografen, die Models suchen. Hier findet zusammen, was auf dieser Ebene zusammen gehört.
Alles in allem also sehr viele Möglichkeiten und Netzwerke, die einem Fotografen – vom blutigen Anfänger bis zum Geld verdiendenen Profi – alle Wege aufzeigen, sich und seine Fotos zu verbessern.
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Ich bin nur hobbymässig Fotograf und da kann ich solche Tipps gut gebrauchen. Übersichtlich und gut verständlich zusammengestellt.
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