
“Das Internet in den Händen halten” – so beschrieb Steve Jobs am Mittwochabend deutscher Zeit eines der Killer-Features des neuen iPads. Das iPad ist eigentlich ein überdimensioniertes iPhone. Das iPad ist 680 oder 730 Gramm schwer – je nachdem, ob es sich um ein W-Lan- oder ein 3G-Modell handelt. Weitere technische Daten: 10-Zoll-Display, 1,27 cm dick, ein eigener 1GHz-Prozessor. Mikro, Lautsprecher, Kompass, Bluetooth, zehn Stunden Akkulaufzeit. Apple sorgt dafür, dass die iPhone-Apps auch alle auf dem iPad laufen – das kann zwar am Anfang zu ein paar Unschärfen führen, weil die Apps auf den 10-Zoll-Bildschirm hochskaliert werden.
Was das ganze kostet? Es gibt ja verschiedene Modelle. Die W-Lan-Modelle werden in zwei Monaten rauskommen und sollen zwischen 500 US-Dollar (für 16GB) und 700 US-Dollar (für 64 GB) kosten. Die UMTS-Version kommt erst in drei Monaten raus und kostet zwischen 629 Dollar (16 GB) und 829 Dollar (64 GB). Für die USA gibt es bereits Datentarife, welche Tarife in Deutschland kommen, muss noch geklärt werden. Geplant ist ein Start im Juni/Juli.
Wie die Welt auf das neue Apple-Produkt reagiert hat? Gemischt. Während die einen meinen, dass das Produkt eine weitere Revolution hervorrufen könnte – immerhin gelang Apple diese bereits mit dem iPhone, äußerten sich viele auch skeptisch. Bereits vor der Enthüllung schrieben die Analysten von Forrester Research: “Es ist ein Computer ohne Tastatur, ein Digital-Lesegerät mit schlechter Batterieleistung und einem hohen Preis, und es ist ein tragbarer Musikplayer, der nicht in die Hosentasche passt.” Mashable.com schreibt: “Es ist mächtig cool, es ist super praktisch und es ist sehr sexy.” Doch bisher ist das iPad nicht besser als andere Geräte, die es derzeit bereits auf dem Markt gibt. Ein großes Manko, dass viele immer wieder kritisieren, ist das fehlende Flash. Auch auf dem iPhone kann man deshalb nicht alle Videos abrufen, braucht für Youtube eine eigene App, die das Betrachten von Videos möglich macht. Ein weiterer großer Kritikpunkt: die fehlende Kamera.
Einen wirklich klugen Text hat David Pogue von der “New York Times” geschrieben. Quintessenz: Er ist zu früh, irgendwelche Urteile zu fällen. Er geht davon aus, dass das Gerät, wenn es in die Geschäfte gelangt, schnell positive Reaktionen hervorrufen werde und die Meckerer schnell verschwinden werden. Da es sich um ein völlig neues Produkt handele, müsse man abwarten. “Vielleicht läutet es eine neue Kategorie ein (…) oder nicht. Und jeder der behauptet zu wissen, was passieren wird, wird bald wie ein Idiot dastehen.”
Lesetipp: Robert Scoble redet mit seinem 16-jährigen Sohn über das iPad.
Wir werden alles rund ums iPad auch am Montag in der Sendung besprechen. Anregungen, Meinungen? Her damit!
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* Kein Multitasking
* Kein wechselbarer Akku
* Kein Flash
Das wären die Haupt-Kritikpunkte. Erster Punkt: Ich kann nicht mal eben von einem Film zu einem eBook wechseln, ohne den Film zu schließen. Es geht imer nur eine Anwendung zur Zeit, allerdings geht immerhin der Wechsel und Start von Anwendungen recht flott.
Zweiter Punkt: Da man den Akku nicht wechseln kann und die Laufzeit dann schon bald nur 8 Stunden betragen wird, muss das Gerät nach der Zeit wieder zurück an den Strom. Blöd wenn man wie ich manchmal Abends vergisst, die Geräte auch wirklich an das Netz zu hängen. Dann heisst es: Gerät nicht einsatzbereit. Wenn es einen wechselbaren Akku geben würde, könnte man sich diesen auf Reserve legen und so den eigenen Fehlern vorbeugen und man währe länger vom Stromnetz unabhängig.
Dritter Punkt: So gern ich flash lieber heute als morgen los wäre, es ist einfach noch sehr weit verbreitet und für das Surfen im Netz obligatorisch.
Weitere Kritikpunkte, die aber subjektiverer Natur sind:
* Ein angepasstes iPhone OS 3.2 als Betriebssystem, kein eigens für
das iPad entwickeltes. Zwei Geräte mit sehr unterschiedlich großen Displays teilen sich eine Basis, könnte neben non-Multitasking zu weiteren schlechten Kompromissen führen.
* In Videos ist zu erkennen, dass sich Lichtquellen im Display
spiegeln. Schlecht für den Einsatz im Sommer im Garten.
* Keine eingebaute Kamera, allerdings sind zwei Kamera-Adapter (USB,
SD) zum Anstecken verfügbar
* Die gezeigte Tastatur soll nicht die Beste sein. Das iPad kann aber
Bluetooth 2.1 + EDR, somit kann man neben einem Headset wohl auch
andere Tastaturen koppeln
* Keine Stiftbedienung vorgesehen, also nicht praktikabel als
Notizblock für längere Aufzeichnungen nutzbar
* Koppelung an apple
Auf die eingebaute Kamera kann ich verzichten, ich muss nur die Bilder von der Kamera, die ich eh schon besitze, schnell rüber bekommen. Wenn das Display tatsächlich stark spiegelt, kann man es nur im Haus oder bei bewölktem Himmel draussen benutzen. Die Option der Stiftbedienung vermisse ich besonders, da ich Erfahrung über mehrere Semester mit dem Mitschreiben auf einem Tablet-PC habe und diese praktische Anwendung damit wegfällt. Die optionale Tastatur ist kein Ersatz, da die Benutzbarkeit eines Stiftes unerreicht ist und der digitale Stift dem am Nächsten kommt.
Letzter Punkt: Ich mag diese “Geschlossene Welt”, wie sie Apple bietet, einfach nicht so gern.
Fazit: Die Fähigkeiten des Geräts sind bekannt, gemessen wird es aber an seinen Kritikpunkten. Erstmal abwarten… vielleicht ergibt sich ja noch was.