Mit Hackerangriffen haben die Web-Giganten wie Facebook, Google, aber auch Twitter häufiger zu tun. Google will sich jetzt dagegen wehren. Es habe einen gezielten Angriff auf die eigene Server-Infrastruktur gegeben, erklärt Google-Justitiar David Drummond im Firmenblog.
Schwere Vorwürfe: Man habe versucht, den E-Mail-Dienst Gmail zu knacken und an die Konten chinesischer Menschenrechtler zu gelangen. Mit Hilfe von Phishing-Attacken wollten Hacker die Zugangsdaten von E-Mail-Konten chinesischer Regimekritiker in den USA, Europa und China erhalten.
Google hatte sich 2006 bereit erklärt, in China bestimmte Suchergebnisse zu zensieren, weil trotz diese Zusage den Menschen in China auf diesem Weg der Zugang zu Wissen und Information einfacher gemacht werden konnte. Allerdings habe man damals klar gemacht, die Bedingungen in China, neue Gesetze und andere Restriktionen zu beobachten. Drummond schreibt, dass man sich immer offengehalten habe, diese Strategie auch wieder zu revidieren.
Drummond schreibt in seinem Blog, dass Google nun entschieden habe, die Einträge bei Google.cn nicht weiter zu zensieren. Man werde in den nächsten Wochen mit der chinesischen Regierung diskutieren, wie man eine ungefilterte Suchmaschine weiter betreiben könne. Dies könnte auch bedeuten, sich aus dem chinesischen Markt komplett zurückzuziehen.
Klingt nach einer Kampfansage. Wer den Blogeintrag von David Drummond lieber auf Englisch lesen will, hier der Link.
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