Vor einem halben Jahren sorgten die Webseiten rezepte-ideen.de und fabriken.de für einen großen Wirbel: Deren Betreiber aus Düsseldorf hat mit kostenlosen Mitgliedschaften geworben – etwas später ist den Mitgliedern eine Rechnung ins Haus geflattert. Viele haben bezahlt, viele haben sich aber auch bei der Polizei beschwert und Strafanzeigen gestellt. Seitdem beschäftigt sich die Staatsanwaltschaft Düsseldorf mit diesem Fall. Wir sind drangeblieben. Erstaunlich ist, dass immer noch neue Strafanzeigen bei der Staatsanwaltschaft eingehen. Wir haben deswegen noch einmal die wichtigsten Fragen und Antworten zu diesem Fall für Sie zusammengestellt.
Was ist passiert? Mitte Januar haben die Mitglieder in einem Newsletter mitgeteilt bekommen, dass ab Februar die Mitgliedschaft kostenpflichtig sein wird. Demnach sollten alle Mitglieder zahlen, wenn sie nicht innerhalb von zwei Wochen kündigen. Danach würde ein Zweijahresvertrag entstehen, der monatlich mit sieben Euro abgerechnet werden würde. Im Februar ist den Mitgliedern dann eine Jahresrechnung in Höhe von 84 Euro zugestellt geworden. Laut Polizei, wollen viele Geschädigte den Newsletter nie erhalten haben – die Rechnung aber schon.
Wer steckt hinter den Webseiten? Die Webseiten rezepte-ideen.de und fabriken.de werden von der Connects 2 Content GmbH betrieben. Die Düsseldorfer Firma ist im Januar von einem 28-Jährigen gegründet worden, um die Webseiten zu betreiben. Zuvor hat er 2008 eine Firma in Köln gegründet, die zunächst im Herbst rezepte-ideen.de und fabrike.de an den Start brachte.
Wie groß ist der Schaden? Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf geht davon aus, dass der Schaden in die Millionenhöhe geht. Bereits jetzt wurden 700.000 Euro auf dem Konto des Betreibers eingefroren. Dagegen haben sich die Anwälte des Webseitenbetreibers gewährt – aber ohne Erfolg.
Welche Nutzer sind betroffen? Nutzer, die sich zwischen September 2008 und dem 31. Januar 2009 auf der Webseite registriert haben und dann ab Februar eine Rechnung für ihre Mitgliedschaft erhalten haben.
Wieviele Opfer haben sich gemeldet? Im März haben sich schon 300 Geschädigte bei der Polizei Düsseldorf gemeldet – kurze Zeit später ist die Zahl auf 2.000 angestiegen und jetzt kämen immer noch weitere Fälle hinzu, so die Staatsanwaltschaft Düsseldorf, die zur Zeit die Akten zusammenstellt.
Was passiert mit dem Betreiber der Webseiten? Die Verteidiger sagen, dass die AGB-Änderungen ihres Mandantens legal gewesen sind – das sieht die Staatsanwaltschaft anders und rechnet mit einer Anklage. Hierzu werden gerade alle Unterlagen zusammengestellt und in Kürze den Anwälten zur Ansicht zur Verfügung gestellt.
Wie kann ich mich vor Abofallen im Internet schützen? In diesem konkreten Fall empfehlen Verbraucherschützer, die Rechnungen nicht zu bezahlen. “Diese Forderung ist rechtlich völlig haltlos”, erklärt Ronny Jahn von Verbraucherzentrale Berlin. “Aus einer kostenlosen Mitgliedschaft kann nicht durch eine einseitige Änderung der Allgemeinen Geschäftsbedingungen eine kostenpflichtige Mitgliedschaft werden.” Generell gilt: Schauen Sie in die AGBs, auch wenn Sie ein kostenloses Abo abschließen. Dann haben Sie den Vergleich zu den neuen AGBs, sollte Ihre Mitgliedschaft in ein kostenpflichtiges Abo umgewandelt werden.
Sind Sie betroffen? Dann berichten Sie von Ihren Erfahrungen in den Kommentaren oder gerne auch per E-Mail.
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Hi, wir sind auch betroffen (fabriken.de). Habe das Geld überwiesen und gleichzeitig gekündigt. Kurze Zeit später kam das Geld als unzustellbar zurück. Nun erhalte ich wieder Mahnungen. Was sollte ich tun ?
Vielen Dank für Ihre Antwort im voraus.
Gruß
A.Marschke
Die versuchen doch den ganzen leuten das geld aus den Taschen zu siehen
.
weil sie alle zu faul sind um arbeiten zu gehen und wollen damit das grosse geld machen .Aber es ist nicht so leicht die dran zu kriegen bei den sachen die sie da abziehen, das ist nun mal leider so