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SendehinweisDie nächste Ausgabe der Sendung mit dem Internet gibt es am kommenden Montag zwischen 18:00 und 20:00 Uhr an dieser Stelle.

Microsoft vs. Google

by Daniel Fiene on 13. Juli 2009 · 6 comments

in Thema

Google steht für Suche und Microsoft steht für das Betriebssystem Windows. Jetzt werden die Karten aber neu gemischt; beide Konkurrenten wollen auf dem Spezialgebiet des anderen punkten. Microsoft hat jetzt seine neue Suchmaschine Bing vorgestellt und vor ein paar Tagen hat Google sein Betriebssystem Chrome vorgestellt. Kann Microsoft eine Suchmaschine machen, die besser als die von Google ist? Kann Google ein Betriebssystem machen, das besser als Windows ist? Was wir Nutzer von diesen neuen Produkten haben, das klären wir heute Abend in der Sendung mit dem Internet. Dann berichten wir über den neuen Konkurrenzkampf, zwischen Microsoft und Google. Die Sendung mit dem Internet gibt es heute ab 19 Uhr auf dieser Seite.

Was uns von Ihnen aber interessiert? Glauben Sie, dass Microsoft eine bessere Suchmaschine anbieten kann, oder Google ein besseres Betriebssystem? Wollen Sie diese Angebote nutzen, oder sollte sich jeder lieber auf sein Kernprodukt konzentrieren? Wir freuen uns auf Ihr kurzes Statement in den Kommentaren.

Lesen Sie auch dies - unsere Empfehlung:

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1 sprity 13. Juli 2009 um 11:06

Es kann doch eigentlich nicht von Nachteil sein wenn es mehr Auswahl gibt.
Sieht man ja auch beim Browsermarkt, nachdem Firefox immer erfolgreicher wurde musste Microsoft sich endlich auch mal beim IE bewegen und ein paar Verbesserungen machen.

2 Sebastian 13. Juli 2009 um 11:14

Ich finde diesen Wettkampf super. Mal im Ernst: Beide Firmen haben in ihrem Kernbereich derzeit ein Monopol. Und dann ist es doch nur super, dass beide Seiten nun neue Bereiche suchen, in denen sie der Underdog sind. Davon können wir Anwender nur profitieren. Nehmen wir als Beispiel MS Office und Google Docs. Letzteres ist im Bereich Team-Arbeit deutlich besser.

3 Daniel Fiene 13. Juli 2009 um 11:32

Sebastian, hast eigentlich recht – aber wenn ich Google OS nutze, weiß der Konzern ja wirklich alles über mich. Ist es nicht besser die eigenen Aktivitäten auf mehrere Konzerne zu verteilen?

4 faxweiche 13. Juli 2009 um 14:55

Google schlägt den richtigen Weg ein, wie bei Android soll das Betriebssystem Open Source sein. Damit liegt die Ausgestaltung eigentlich jedem offen….
Ähnliches gilt für dne Browser Chrome, der auf dem offenen Webkit aufbaut.
In wie fern der Grundsatz von “don’t do evil” weiterhin gilt, ist aber genauso offen. Schliesslich will jede Firma irgendwomit ihr Geld verdienen. Sei es jetzt mit dem Verkauf von Software oder aber mit der Verzahnung von Software mit ihren Web-Anwendungen. Eins muss man Google jedoch bei aller Besorgnis zu Gute halten: bisher ist mir zumindest kein Fall bekannt, dass irgendwelche private Daten fälschlicher Weise irgendwo anders erschienen wären. Und es sollte jedem klar sein, dass man seine Patientenakte nicht frei verfügbar halten sollte.

Da ein Betriebssystem eines Suchmaschinenbetreibers immer eng mit dessen Web-Anwendungen verbunden sein wird, dürfte klar sein, wofür es sich prädestiniert:
Netbooks.
Wenig Arbeitsspeicher, nicht allzu grosse Festplatten, wenig Arbeitspower. Von daher klingt für diese Geräte die Auslagerung zB von Schreibprogrammen samt Speichern der Texte auf einem Web-Account ganz positiv.
Kurzum, ich bin mit dem bisherigen Angebot von Google ganz zufrieden, sowohl Suchmaschine wie auch Googlemail samt Speicherplatz von Fotos über Picasa.
Ein solches Angebot von Microsoft [Wuala] würde ich nicht in Anspruch nehmen.
Alles aus einer Hand klingt wie ein Verkaufsargument, aber die dahinter steckende Monokultur ist mir eher ein Graus.

5 Stephan Dörner 13. Juli 2009 um 15:02

@Daniel Fiene: Monopole berechtigen nicht zum Verstoß gegen Gesetze. Es ist nicht erlaubt, dass Google irgendetwas ohne deine Einwilligung über dich erfährt, nur weil du ihr Produkt nutzt. Sollte Google Chrome OS irgendentwelche Informationen “nach Hause senden”, gäbe es einen riesiegen Aufschrei. Ob Chrome OS sendet, ist sehr leicht mittels Packet-Sniffern herauszufinden. Davon abgesehen wird der Code ja auch unter einer freien Lizenz veröffentlicht.

Ich glaube das Suchmaschinenmonopol Googles ist schwer knackbar. Google liefert einfach nach wie vor die besten Ergebnisse, sie habe das meiste Know How und einen so ernomen Cash Flow, dass sie ihre Technologieführerschaft in diesem Bereich problemlos halten können, indem sie die besten Leute vom Markt wegkaufen.

Es hätte vielleicht ein kleines Zeitfenster gegeben, als alle Website-Besitzer anfingen, ihre Seite auf Google zu optimieren – und damit den Algorithmus unterwanderten. Ein alternativer Algoryhthmus hätte in dieser Zeit vielleicht bessere Ergebnisse geliegert. Aber inzwischen hat Google auch diese Probleme wie “Google-Bomben” einigermaßen in den Griff bekommen und erkennt sehr viele SEO-Manipulationen.

Das Betriebssystem-Monopol von Microsoft ist da schon wackliger. Zwar hat es Microsoft mit Windows 7 offensichtlich tatsächlich mal geschafft, die enormen Ressourcen des Konzerns in ein gutes Produkt umzumünzen (MS hatte vor allem immer mit furchtbaren Altlasten und Abwärtskompatiblitäten zu kämpfen) – aber vom OS der Zukunft wird wohl wahrscheinlich nicht mehr all zu viel verlangt werden, außer, dass es stabil läuft und einen Browser ausführen kann. Die “Gamer” werden von Windows nicht loskommen – aber die meisten Anwendungen werden langfristig wohl im Browser laufen oder über OS-unabhängige Systeme wie Adobe AIR.

Schon jetzt plant Microsoft, Windows 7 deutlich günstiger zu verkaufen als die Vorgänger. Da die Hardware auch immer günstiger wird, bleibt die Frage, wieviel die Leute in Zukunft noch bereit sind, für eine OS-Lizenz zu bezahlen, wenn sie Google Chrome OS auch umsonst bekommen.

Ich glaube der Betriebssystem-Markt wird daher für Microsoft einfach unwichtiger – deshalb wird wohl selbst Microsoft dem Trend folgen, Anwendungen für den Browser zu schreiben, um Mac- und Chrome-OS-Nutzer ebenfalls als Kunden erreichen zu können. Und damit ist das Windows-Monopol dann wohl langfristig hinfällig – außer für PC-Spieler. Wobei die PC-Spiele vielleicht auch irgendwann mal für den Browser geschrieben werden. Bald kommt ja HTML5: ;) http://dev.opera.com/articles/view/creating-pseudo-3d-games-with-html-5-can-1/

6 Sven 13. Juli 2009 um 15:34

Ich finde es interessant, dass Google ein OS und Microsoft eine zu Google konkurrierende Suchmaschine bauen will.
Auch wenn ich die Sorgen von Daniel Fiene teile, da ich wohl Epic 2014 und Epic 2015 zu oft gesehen habe, kann ich mir gut vorstellen, dass ein quelloffenes Betriebssystem da die Zweifel aus dem Weg räumt.

@Döner: Quake Live ist wohl schon ein sehr gutes Beispiel für eine Spiel, dass im Browser läuft. http://www.quakelive.com/

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